Laut Pressebericht der Rheinischen Post soll der Bürger in Tönisvorst bald in einem ersten Schritt die Möglichkeit haben, Anregungen, Sparvorschläge oder Kritikpunkte zum nächsten Etat oder zu bestimmten einzelnen Maßnahmen entweder online oder per Vordruck, der bald in den Verwaltungsgebäuden zu haben ist, vorzutragen.
Der Hauptausschuss hat sich einstimmig für die die zusätzliche Bürgerbeteiligung ausgesprochen.
Man wolle „mit dem Bürgerhaushalt in kleinen Schritten anfangen“ […] Auf der Home-Page der Stadtverwaltung werde ein spezieller Link „Bürgerhaushalt“ eingerichtet. Es würden dann Informationen zum Haushaltsentwurf 2011 aber auch zu anderen Maßnahmen in den Schwerpunkten Schule, Bildung, Jugend, Kultur und Sport gegeben. Dazu können die Bürger ihre Meinungen abgeben und Vorschläge machen. Bei der Einbringung des nächsten Etats soll die Vorschlagsfrist vier Wochen betragen. Die Vorschläge würden dann gesammelt und anonymisiert wieder ins Netz gestellt und im Hauptausschuss diskutiert.
Mit der Beteiligungsmöglichkeit der Bürger soll die Transparenz erhöht werden.
Obgleich die Verschuldung des Kernhaushaltes in den vergangenen Jahren abgenommen hatte und voraussichtlich diese Kreditverpflichtungen bis Ende 2015 getilgt seien, sprach Kämmerin Nicole Waßen in der Vorlage von einer dramatischen Entwicklung der derzeitigen Kassenlage. Danach soll das derzeitige Defizit rund 900 000 Euro betragen. Dieses Defizit könnte sich noch bis Ende 2010 auf rund 2,5 Millionen Euro erhöhen, so dass für die Folgejahre die ständige Aufnahme von zusätzlichen Liquiditätskrediten wahrscheinlich sei.
Tönisvorst bekommt in unserer Karte den Status B (= Beschluss: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wurde durch den Rat (im besten Fall: einstimmig) beschlossen. Ein Ratsbeschluss liegt vor.)
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