Jena

 

Schmölln: Beratungen mit Jena

Die Einführung eines Bürgerhaushaltes ist für eine Verwaltung immer mit organisatorischen und personellen Kosten und Aufwänden verbunden. Um diese besser abschätzen zu können, informierte die Stadt Schmölln sich bei der Jenaer Arbeitsgruppe „Bürgerhaushalt“.

Ralf Reinhardt und Wieland Rose berichteten aus immerhin vier Jahren Erfahrung mit Bürgerhaushalt, Bürgerbeteiligung, Bürgerverfahren, ehrenamtlicher AG-Arbeit, Online-Abstimmungen, umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit und Auswertungsmarathonen. Die Beteiligungsquote am Bürgerhaushalt stieg seit 2007 von fünf auf knapp 16 Prozent. Eine Quote, die sowohl Ralf Reinhardt als auch Wieland Rose als steigerungsfähig einschätzen. Immerhin zähle Jena rund 100 000 Einwohner, so Reinhardt, heißt es in einem Artikel der Thüringer Allgemeine. Positive Ergebnisse seien aber durchaus auch zu verzeichnen: Man habe in den letzten Jahren vor allem an Transparenz gewonnen. Klar stellten sowohl Reinhardt als auch Rose in Schmölln, dass es mit dem Bürgerhaushalt nicht darum gehen kann, dem Stadtrat die Entscheidungsbefugnis über Verwendung von Einnahmen oder Prioritäten bei Ausgaben zu nehmen. Es gehe vielmehr um Aufklärung, wofür welche Gelder verwendet werden, was den Einwohnern der Stadt wichtig ist und welche Schwerpunkte davon umgesetzt werden können.

Auch über den zusätzlichen Arbeitsaufwand, den ein Bürgerhaushalt mit sich bringt, wurde offen gesprochen. Ob ein solches Projekt auch in Schmölln durchgeführt werden kann, sollen nun die Ausschüsse des Stadtrates diskutieren.

Link zum Artikel der Thüringer Allgemeinen

Wir haben Schmölln mit dem Status „D“ wie Diskussion in unsere Karte aufgenommen.

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Bürgerhaushalt Jena 2011

Das Beteiligungsverfahren zum Bürgerhaushalt Jena 2011 läuft vom 01. bis 30.09.2011. Thema ist dabei die Kultur mit ihren vielen Facetten. 15.000 nach Zufallsprinzip ausgewählte Einwohner von Jena wurden persönlich angeschrieben und gebeten, die beiliegende Broschüre zu studieren und den angefügten Stimmzettel ausgefüllt zurückzusenden. Dieses Verfahren ist ebenso anonym wie die zweite Möglichkeit zur Beteiligung, die online möglich ist. Somit kann sich jeder Einwohner der Stadt mit seiner persönlichen Meinung einbringen. Ab Oktober werden die Abstimmungsergebnisse erfasst und evaluiert, anschließend öffentlich präsentiert. Wie die Ergebnisse umgesetzt werden, entscheiden die gewählten Abgeordneten des Jenaer Stadtrates.

Weitere Informationen sind erhältlich unter: www.jena.de/buergerhaushalt

Ralf Reinhardt

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Bürgerhaushalt der Stadt Jena 2011

Das Beteiligungsverfahren zum Bürgerhaushalt Jena 2011 läuft vom 01. bis 30.09.2011. Thema ist dabei die Kultur mit ihren vielen Facetten. 15.000 nach Zufallsprinzip ausgewählte Einwohner von Jena wurden persönlich angeschrieben und gebeten, die beiliegende Broschüre zu studieren und den angefügten Stimmzettel ausgefüllt zurückzusenden. Dieses Verfahren ist ebenso anonym wie die zweite Möglichkeit zur Beteiligung, die online möglich ist. Somit kann sich jeder Einwohner der Stadt mit seiner persönlichen Meinung einbringen. Ab Oktober werden die Abstimmungsergebnisse erfasst und evaluiert, anschließend öffentlich präsentiert. Wie die Ergebnisse umgesetzt werden, entscheiden die gewählten Abgeordneten des Jenaer Stadtrates.

Weitere Informationen sind erhältlich unter www.jena.de/buergerhaushalt.

Ralf Reinhardt

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Jena – Auswertung Bürgerhaushalt 2010 liegt vor

Laut Bericht der Thüringischen Landeszeitung wurden insgesamt 2531 gültige Stimmen zum „Bürgerhaushalt 2011“ abgegeben. Zur Diskussion standen im Bürgerhaushalt 2010 die so genannten freiwilligen Leistungen der Ressorts Soziales, Jugend, Kultur.

Höchste Priorität hatte bei der Jenaer Bevölkerung die Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel für Verpflegungskosten in Kindergärten und Schulen (406 Nennungen), für die Qualitätssicherung der Kita-Betreuung (379), für Sozial‑ (226) wie auch für Sportvereine (188). So liest sich ein „Ranking“ von 24 ausgewählten Stadthaushalts-Einzelposten.

Die Stadt hat 15 000 Info-Broschüren samt Stimmzettel versandt. 2350 Jenaer haben zwischen 14. August und 5. September eine Antwort geschickt. Gleichwenn der Rücklauf von 16 % im Vergleich zum Vorjahr (28%) geringer ausfiel, so gelte er laut Aussage von Finanzdezernent Frank Jauch (SPD) immer noch als sehr gut.

Enttäuschend sei mit 156 Teilnehmern die Resonanz auf das Angebot gewesen, per Internet im Bürgerhaushalt mitzumischen. „Das müssen wir beim nächsten Mal besser bewerben und in der Gestaltung anders umsetzen“, sagte Jauch. Das gesamte Verfahren ist von der FH Jena ausgewertet worden.

Zum vollständigen Artikel der Thüringischen Landeszeitung gelangen Sie hier.

14.09.2011: Aufgrund eines Hinweises in den Kommentaren hat die Redaktion das Datum des Bürgerhaushaltes in diesem Artikel angepasst. Es handelt sich bei dem Verfahren um den Bürgerhaushalt 2010, der Bürgerhaushalt 2011 läuft momentan. Wir bitten um Entschuldigung!

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Jena: Broschüre zur Bürgerbeteiligung am Bürgerhaushalt

Wie jenapolis berichtet, hat die Stadt Jena eine Haushaltsbroschüre mit wichtigen Informationen für die Bürger erstellt.

Druckfrisch wurde auf der Sitzung der AG Bürgerhaushalt am 2. August an die Anwesenden verteilt. Die Auflage beträgt 15.500 und hat knapp 40 000 Euro an Haushaltsmitteln verschlungen. Die “Haushaltbroschüre der Stadt Jena 2010. Jena ist unser Thema” wird seit Montag auch an ausgewählte Haushalte verteilt. Leider ist die Broschüre so layoutet, dass es für ältere Mitbürger kaum möglich ist, ohne Hilfsmittel die recht kleine Schriftart zu lesen. Aber diejenigen, die nicht diese 16-seitige Abhandlung über den Bürgerhaushalt in Jena, historische Ergebnisse des letzten Beteiligungsverfahrens, die Verwaltung, Stadthaushalt usw. erhalten haben, können auch aufatmen: Ab 14. August ist die Befragung auch auf dem Server der Stadt Jena freigeschaltet.

In der zweiten Hälfte der Broschüre geht es um ausgewählte Projekte von Bereichen, in denen die Stadt Jena durch freiwillige Leistungen Spielraum bei der Förderung (oder eben Nicht-Förderung) hat. Die Bereiche sind gegliedert in: Bildung, Jugend, Kultur, Soziales, Sport und Sonstiges. Dabei werden nur einige Projekte beispielhaft aufgeführt, über die am Ende pauschal nach den oben genannten Kategorien mit “angemessene Fördersumme”, “weniger fördern”, “mehr fördern” oder “weiß ich nicht” abgestimmt werden. Allerdings bleibt unklar, nach welchen Kriterien die Beispiele ausgewählt wurden, und warum keine Projekte direkt unterstützbar oder ablehnbar sind. […]

Im letzten Jahr war die Rücklaufquote mit etwa 28 Prozent und 953 gültigen Online-Abstimmungen beeindruckend groß. Der Bürgerwille ist auch eindeutig ausgefallen: Die Stadt Jena soll die Entschuldung vorantreiben.

Für welche Angelegenheit sich die Stadt durch den Einsatz ihrer freiwilligen Zuschüsse besonders stark machen soll, ist durch die aktuelle Befragung nicht zu bewerkstelligen. Daher gibt es eine öffentliche Fragestunde im Volkshaus.

Die Bürgerversammlung zum Bürgerhaushalt 2010 findet am 18. August um 18:30 Uhr in der Volkshochschule Jena statt.

Den kompletten Artikel mit weiteren Informationen können Sie hier abrufen.

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Bürgerhaushalt Jena

Der Bürgerhaushalt in Jena – aktiver denn je

von Ralf Reinhardt, Koordinator Bürgerhaushalt Stadt Jena

Nachdem der Stadtrat im April 2009 beschlossen hatte, den Bürgerhaushalt im thüringischen Jena kontinuierlich fortzuführen und auszubauen, kam der Prozess wieder so richtig in Schwung. Zum einen dadurch bedingt, dass für die Koordinierung aller Aktivitäten rund um den Jenaer Bürgerhaushalt ab August 2009 eine feste Planstelle geschaffen wurde. Zum anderen zeigen die Jenaer Bürgerinnen und Bürger riesiges Interesse an den haushaltspolitischen Entscheidungen in ihrer Stadt. Das zeigt sich u. a. darin, dass sich eine Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt (AG BHH) gebildet hat, die ausschließlich aus Bürgerinnen und Bürgern besteht. Diese AG BHH trifft sich mindestens einmal monatlich und berät öffentlich zu allen Themen des Bürgerhaushalts. Sie gibt z. B. entsprechende Empfehlungen an Verwaltung und Kommunalpolitik hinsichtlich der Themenwahl sowie zu Vorbereitung, Durchführung und Evaluation der Beteiligungsverfahren.

So ist es wohl auch zu erklären, dass die repräsentative Beteiligungsquote beim Ende 2009 durchgeführten Bürgerbeteiligungsverfahren bei geradezu sensationellen 30 % liegt. In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass sich von den 15.000 Bürgerinnen und Bürgern, die per Zufallsverfahren zur Stimmabgabe per Stimmzettel aufgefordert waren, 4.539 Personen an der Abstimmung beteiligt haben. Die Organisatoren des Jenaer Bürgerhaushalts waren von diesem immensen Interesse überwältigt, auch die Verantwortlichen in Stadtverwaltung und Lokalpolitik horchten auf. Momentan wird durch Sozialwissenschaftler der Fachhochschule Jena die detaillierte Auswertung des Beteiligungsverfahrens vorgenommen. Diese soll im März vorliegen und in allen denkbaren Print‑ und Webmedien veröffentlicht werden. Zudem ist für Ende April bereits eine Bürgerversammlung terminiert, in der die Ergebnisse des letzten Beteiligungsverfahrens öffentlich präsentiert werden. Außerdem soll darüber entschieden werden, welche inhaltlichen Themen auf der Agenda des Bürgerhaushalts 2010 stehen sollen.

Seit Anfang des Jahres diskutiert die AG BHH schon darüber und will in den kommenden Wochen entsprechende Vorschläge unterbreiten. Angestrebt wird, die Erstellung der Haushaltsbroschüre und das Bürgerbeteiligungsverfahren 2010 zeitlich so platzieren zu können, dass die Ergebnisse Anfang des letzten Jahresquartals vorliegen. Somit könnten sie sowohl in die Beratungen als auch die Beschlüsse des Jenaer Stadtrates zum städtischen Haushalt 2011 einfließen. Gerade im Hinblick mit der Anfang 2011 in Jena vorgesehenen Umstellung von der kameralistischen zu einer doppischen Haushaltsführung ist es hochinteressant zu erfahren, welche Themenschwerpunkte Jenas Bürgerschaft als besonders wichtig betrachtet und wie sie die Gewichtung der verfügbaren finanziellen Mittel vornehmen würde. Der Bürgerhaushalt in Jena bleibt also weiterhin ein sehr spannender Prozess, der in seinem vierten Jahr lebendiger und aktiver ist als je zuvor!

Aktuelle und ausführliche Informationen zum Bürgerhaushalt der Stadt Jena finden Sie ständig unter www.jena.de/buergerhaushalt.

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Jena, 19.1.2009: Beratung der Arbeitsgruppe

Laut einer Meldung von jenanews.de 2.0 trifft sich die Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt in Jena am 19.01.2009:

Die nächste Beratung der Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt beginnt am Montag, 19. Januar, 18 Uhr im Plenarsaal des Rathauses. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen. Bei diesem Treffen sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, in denen künftig über Öffentlichkeitsarbeit, Einbeziehung Jugendlicher in den Bürgerhaushalt und die Vorbereitung weiterer Bürgerbeteiligungen diskutiert werden kann.

Ganze Meldung auf jenanews.de 2.0 >>>

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Jena: Bürgerbeteiligung am Haushalt soll fortgeführt werden

Jena.tv berichtet aktuell, dass Jenas Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft am Haushaltsplanverfahren beteiligt werden sollen. Allerdings scheint es noch einigen Diskussionsbedarf bezüglich des Verfahrens Bürgerhaushalt und der Vorgehensweise zu geben:

Jena: Der Bürgerbeteiligungshaushalt soll auch in den kommenden Jahren weitergeführt und fortentwickelt werden. Zur Auswertung des bisherigen Verfahrens wird es Anfang 2009 eine Expertenanhörung geben.
Dem Beschluss vorausgegangen war eine teils hitzige Diskussion, die Anleihen am Wahlkampf nahm. Einig waren sich die Stadträte aller Coleur, dass es zum Bürgerhaushalt endlich ein vernünftiges Verfahren geben soll. Nicht vergessen ist der große Streit im Sommer um die Verwendung der Mehreinnahmen 2007. Damals ging es um die Prioritäten.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: Jena: Ergebnisse der Bürgervoten ignoriert? >>>

Es bleibt also spannend wie es in Jena weitergeht und inwiefern die Erfahrungen aus den vorangegangenen Bürgerbeteiligungen in die Weiterentwicklung des Verfahrens einfließen.

Auswertung der Bürgerbeteiligung 2008:

Die Konsultationsphase zum Bürgerhaushalt fand in Jena im November 2008 statt (Informationen auf Jena.de >>>):
In drei Bürgerversammlungen am 3., 10. und 17.11.2008 in der Rathausdiele, dem Stadtteilzentrum Lobeda und der Aula der Regelschule Winzerla werden Investitionsprojekte vorgestellt. Sie sind herzlich eingeladen, sich aktiv an diesem Diskussions‑ und Abstimmungsprozess zu beteiligen. Neben der möglichen Stimmabgabe zu den Bürgerversammlungen werden Sie auch die Möglichkeit haben, per Stimmzettel und im Internet unter www.jena.de/buergerhaushalt an der Abstimmung teilzunehmen.
Alle Vorschläge werden ausgewertet und das Ergebnis der Bürgerbeteiligung wird dem Stadtrat im Dezember mitgeteilt.
Das Ergebnis dieser Abstimmung fließt in die Stadtratssitzung Dezember 2008 ein und geht in die Abwägung der Politiker aller Fraktionen bei der Abstimmung zum Haushaltsplan 2009 ein.


Rechenschaft

Aktuell ist eine Zwischenauswertung der Bürgerbeteiligung durch die Fachhochschule Jena als Pdf-Dokument abrufbar (zur Zwischenauswertung >>>). Die Auswertung gibt Aufschluss über die Herkunft und Veteilung der insgesamt 5773 abgegebenen Stimmen und listet alle von den Bürgern eingereichten zusätzlichen Vorschläge. Informationen wie die Vorschläge und Voten in die Politik eingehen, gibt es noch keine. Die Phase der Rechenschaft soll im Frühjahr 2009 erfolgen. Wir werden an dieser Stelle darüber berichten, sobald es neue Informationen gibt.

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Jena: Abstimmung über Vorschläge zum Vermögenshaushalt

Internetabstimmung in Jena, Quelle: www.jena.de Zum zweiten Mal können sich in diesem Jahr die Jenaer Bürgerinnen und Bürger an der kommunalen Haushaltsplanung beteiligen. Wieder stehen Vorschläge aus Politik und Verwaltung zur Auswahl, über die die Bürgerinnen und Bürger abstimmen können. Diesmal geht es allerdings nicht um die Verteilung zusätzlicher Steuereinnahmen, sondern um Vorschläge zum Vermögenshaushalt. Die Abstimmung ist im Internet möglich (vgl. Bildschirmfoto des Fragebogens). Darüber hinaus werden Bürgerversammlungen durchgeführt.

Die gesamte Zeitschiene des Bürgerhaushaltes 2008 in Jena sieht folgendermaßen aus:

→ Juni 2008 Broschüre und Bürgerversammlung – Bürgerbeteiligung zur Verwendung der Mehreinnahmen 2007
→ Juli 2008 Abstimmung der Eckdaten des Haushaltsplanes 2009 durch Stadtrat und Verwaltung
→ September 2008 Verteilen der Haushaltsbroschüren der Stadt Jena 2008
→ Oktober 2008 Verteilung eines Faltblattes mit Vorschlägen zur Investitionsplanung 2009 – Bürgerbeteiligung
→ November 2008 Bürgerversammlungen in Lobeda, Winzerla und Stadtmitte zum Thema Investitionen 2009
→ Ⅳ. Quartal 2008 Erstellen des Entwurfes des Haushaltsplanes 2009; Übergabe der Bürgervorschläge zum Haushaltsplan 2009 an den Stadtrat
→ Dezember 2008 Beschluss des Haushaltsplanes 2009 durch den Stadtrat
→ Ⅰ. Quartal 2009 Rechenschaft an die Bürger bzgl. der eingereichten und eingearbeiteten Vorschläge

Mehr Informationen zum Bürgerhaushalt auf Jena.de >>>

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Ostthüringer Zeitung: Bürgerhaushalt in Jena geht in neue Runde

Wie die Ostthüringer Zeitung berichtet, wird der Bürgerhaushalt 2009 zurzeit in Jena vorbereitet. Im Mittelpunkt des Bürgerhaushaltes steht die Bewertung einer Liste mit Verwaltungs‑, Politik‑ und Bürger/innen-Vorschlägen. Bürgervorschläge können zuvor auch über das Internet eingegeben werden. Die Bewertung wird wohl über verschiedene Kanäle stattfinden:

„Die Abstimmung erfolgt entweder per Abstimmungs-Flyer, der per Post … an zufällig ausgewählte Haushalte geschickt wird, bei Aktionen in der Innenstadt, wo interessierte Bürger spontan einen Flyer mitnehmen können, oder auch per Abstimmung im Internet.“

Hier geht es zum Beitrag Online-Beitrag der Östhüringer Zeitung >>>

Aktuelle Informationen zum Bürgerhaushalt 2009 sind auf www.jena.de noch nicht verfügbar.

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Jena: Ergebnisse der Bürgervoten ignoriert?

Beteiligung zu Mehreinnahmen
In Jena konnten die Bürgerinnen und Bürger in den letzten Wochen über die Verwendung zusätzlicher Einnahmen ihr Votum abgeben. Die Stadt erhielt unverhofft Gelder durch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen. Daher wurde relativ kurzfristig eine zusätzliche Beteiligung organisiert, zusätzlich zu den Angeboten, die im Rahmen des „normalen“ Bürgerhaushaltsverfahrens angeboten wurden bzw. im Laufe des Jahres 2008 noch vorgesehen sind. (Wir berichteten>>>)

Bürgervoten liegen vor
Laut der offiziellen Seite zum Bürgerhaushalt in Jena hatten die Bürgerinnen und Bürger „…die Gelegenheit, über die von den Stadtratsfraktionen und dem Oberbürgermeister unterbreiteten 18 Verwendungsvorschläge zur Verwendung der Mehreinnahmen des Jahres 2007 Ihr Votum abzugeben. Als Medien wurden neben der Pressearbeit ein Faltblatt mit 5.000er Auflage sowie der Internetauftritt genutzt. Darüber hinaus kamen ca. 100 Bürgerinnen und Bürger auch zur Bürgerversammlung, die hierzu am 30.06.2008 in der Rathausdiele stattfand. Insgesamt haben sich an der Umfrage 3.179 Personen beteiligt. Der überwiegende Teil der Bürger (1.744) hat das Internet genutzt.“

Jeder Bürgerinnen und jeder Bürger konnte je drei Vorschläge mit 3, 2 und 1 Punkt bewerten. Auf diese Weise wurden insgesamt 15.008 Punkte auf die Vorschläge verteilt. (Dokumentation der Auswertung >>>)

Soweit zum Verfahren. Interessant sind nun die aktuellen Berichte über den Umgang mit den Ergebnissen durch die Politik. Denn aus diesen Berichten ist zu entnehmen, dass die Mehrheit im Stadtrat sich weitgehend nicht an den Bürgervoten orientiere und die Gelder mit einer deutlich anderen Gewichtung verteilt habe. Lesen Sie hierzu auch die Presseberichte, auf die wir weiter unten verweisen.

Bürgervoten ignoriert – ist der Bürgerhaushalt Jenas ein Bürgerhaushalt?
Werden Ergebnisse der Beteiligung ignoriert, so handelt es sich im Prinzip nicht um einen Bürgerhaushalt. Allerdings stellt sich die Situation ⅰ.d.R. und auch nicht in Jena so einfach dar: So waren in Jena die Ergebnisse des Verfahrens (die Bürgervoten) Gegenstand politischer Diskussions‑ und Entscheidungsfindung. Wäre das nicht der Fall gewesen, dann könnte man in der Tat nicht mehr von einem Bürgerhaushalt sprechen. Die Ergebnisse wurden aber in die politischen Entscheidungsprozesse eingespeist.

Allerdings entschied die Mehrheit der Ratsmitglieder Jenas anders als es das Bürgervotum nahelegte. Immer noch ein Bürgerhaushalt? Auch das widerspricht im Prinzip nicht der Definition eines Bürgerhaushaltes, denn diese Beteiligungsverfahren sind von ihrer Anlage her indirektdemokratische Verfahren, in der die Bürgerinnen und Bürger um Rat gefragt werden, also konsultiert werden. Und die Ergebnisse der Konsultation fließen als (zusätzliches) Beratungsmaterial in die politischen Beratungs‑ und Entscheidungsprozesse ein. Und die Entscheidungsmacht verbleibt beim representativ gewählten Rat. Und der kann anders entscheiden als die Bürger vorgeschlagen oder votiert haben.

Also alles in Ordnung?
Es scheint in Jena nicht gut angekommen zu sein, dass die Politik mehrheitlich anders entschied als die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich im Beteiligungsverfahren votierten. Zunächst ist auffällig, dass laut Presseberichten die Beteiligungsergebnisse ausgerechnet von denjenigen, die das Bürgerhaushaltverfahren nicht befürworteten, begrüßt wurde, während diejenigen, die sich für das Verfahren einsetzten, dennoch mehrheitlich anderes entschieden. Da kommt aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger möglicherweie der Verdacht auf, dass die Ergebnisse zum Spielball bereits abgeschlossener Entscheidungsbildungsprozesse wurden und letztlich auch das Beteiligungsverfahren nicht sonderlich ernst genommen wurde. Oder anders ausgedrückt: Die Ergebnisse wurden zwar im politischen Gremium diskutiert, eine „konstruktive Offenheit“ den Ergebnissen gegenüber war aber nur wenig vorhanden. Wahrscheinlich auch bei denen nicht, die die Ergebnisse begrüßten. Hatten sie einfach nur das Glück, dass diese ihrer Meinung entsprachen?

Auch wenn in Prinzip alles in Ordnung ist – denn der Rat hat nach demokratischen Regeln entschieden – so wird hier dennoch deutlich, dass Bürgerhaushalte als zusätzliche Beteiligungsangebote eine eigene Dynamik entfalten können. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn es wie in Jena gelingt – und das ist zu Zeiten angeblicher Politikverdrossenheit positiv zu werten – viele Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung zu bewegen.

Diese Dynamik kann sich positiv entfalten, wenn sich Politik mit den Ergebnissen konstruktiv auseinandersetzt und versucht sie in ihre Entscheidungen (zumindest teilweise) zu integrieren.

Aber es ist immer möglich und ihr gutes Recht, dass die Politik sich gegen die Bürgervoten entscheided. Dann kann sich die Stimmung in der Bevölkerung gegen die Politik und das Verfahren wenden, selbst dann, wenn es der Politik gelingt, ihre Entscheidungen inhaltlich gut zu begründen und sie sich nicht dazu verleiten lässt, das Beteiligungsverfahren (das sie selbst beautragte!) nachträglich abzuwerten. Letzteres ist in Jena aus der Ferne betrachtet sicherlich nicht besonders gut gelungen.

Die Verfahrensgestaltung entscheidet mit
Die Wahrscheinlichkeit eines positiven oder negativen Einfluss von Bügerhaushalten auf das Verhältnis von Politik, Verwaltung und Bürger kann aber durch politische und methodische Entscheidungen im Vorfeld durchaus beeinflusst werden.

In Jena sind vermutlich Fehler im Vorfeld gemacht worden. So kann vermutet werden, dass dem Bürgerhaushalt in Jena wahrscheinlich eine breite politische Basis fehlt, also ein überparteilicher Beschluss, durch den hervorgeht, dass alle politischen Kräfte das Beteiligungsverfahren wollen und unterstützen. Solch ein Beschluss würde die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Ergebnisse oder sogar das Beteiligungsverfahren selbst ausschließlich zum Spielball zwischenparteilicher Auseinandersetzungen werden.

Aber auch methodisch sind möglicherweise Fehler gemacht worden. So wurde in Jena der aktuelle Bürgerhaushalt über die Verwendung der Mehreinnahmen darauf reduziert, dass die Teilnehmenden Punkte für Vorschläge der Politik vergeben konnten. Am Ende dieses „Auswahl‑ und Bewertungsverfahrens“ stand eine Rangliste der Vorschläge. Es gab darüber hinaus keine Möglichkeit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Ihre Auswahl bzw. Gewichtung durch Diskussionsbeiträge zu begründen (“zu qualifizieren“) oder alternative Vorschläge zu unterbreiten. Dem Beteiligungsverfahren wurden dadurch direktdemokratische Züge „eingehaucht“. Abgesehen von der Frage der Repräsentativität reiner Rankingverfahren, wird dadurch die Anschlussfähigkeit der Ergebnisse an den repräsentativ gewählten Rat unnötig erschwert. Weil dieser nämlich angesichts des direktdemokratischen Ausrichtung der Methode im Vorfeld eigentlich die Zusage machen müsste, die Ergebnisse zu übernehmen. Insbesondere dann, wenn wie in Jena gesschehen, die Ergebnisse zu den zur Auswahls stehenden Vorschlägen nicht am Anfang sondern am Ende des politischen Abwägungs‑ und Entscheidungsprozesses vorliegen.

Direkte oder indirekte Demokratie?
Es spricht prinzipiell nichts dagegen, Bürgerhaushalte (auch) in Richtung „direkter Demokratie“ in Form von Referenden oder Bürgerentscheide über Haushaltsfragen weiterzuentwickeln, so wie sie in der Schweiz gängige Praxis sind. Allerdings sprechen die Erfahrungen in Deutschland mit neuen Beteiligungsinstrumten wie den Bürgerhaushalten dafür, diese Verfahren eher als indirektdemokratische Konsultationsinstrument einzusetzen, um so (paradoxerweise) die Erfolgsaussichten des Verfahrens und damit die Einflussmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Voraussetzung ist aber in allen Fällen, dass Ergebnisse bzw. Ausgabe‑ und Sparvorschläge nicht schon im Vorfeld unverrückbar festliegen, sondern die Ideen, Vorschläge, Präferenzen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger den Diskussionsprozess aufseiten der Politik und Verwaltung noch beeinflussen können.

Das meinte die Presse
Presseberichte über den Umgang mit den Bürgervoten des Bürgerhaushaltes in Jena durch den Stadtrat (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
–> Jenakompakt.de „Stadtrat führt Bürgerhaushalt ad absurdum“ >>>
–> jenanews.de „FDP: Stadtrat verwässert Bürgerwillen“ >>>
–> jenanews.de Mehreinnahmen: Entscheidung gegen…“ >>>

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Bürgerhaushalte starten in neue Runde

Zurzeit starten einige Bürgerhaushalte in eine neue Runde. Dabei wird deutlich, wie vielfältig Bürgerhaushalte umgesetzt werden. Zunehmend spielt dabei das Internet als Informations‑, Beteiligungs‑ und Dokumentationsmedium eine Rolle, wobei medienübergreifend das Internet mit anderen Beteiligungsformaten wie zum Beispiel Bürgerversammlungen verknüpft wird.

Landau: In Landau startet zurzeit der 2. Bürgerhaushalt. Wieder werden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert Vorschläge für den Haushalt – diesmal für 2009 – einzureichen. Mithilfe des Internet wird das gesamte Verfahren abgebildet: Es wird über den Verlauf und die Ziele der Beteiligung informiert und ein Formular für Vorschläge zum Herunterladen und Ausdrucken zur Verfügung gestellt. Die schriftlich eingereichten Vorschläge und die Ergebnisse der Vorschlagsprüfung (Stellungnahmen der Verwaltung) werden anschließend im Internet veröffentlicht. Das gesamte Verfahren wird – wenn auch mit recht minimalistischen Mitteln – im Internet abgebildet. Einzig die Rechenschaft scheint etwas dürftig auszufallen. [ www.landau.de >>>]

Potsdam: Auch in Potsdam startete der 2. Bürgerhaushalt: Am 9. Juli 2008 findet die Auftaktveranstaltung für den Bürgerhaushalt 2009 statt, die gleichzeitig auch die Abschlussveranstaltung für den Bürgerhaushalt 2008 darstellt: Neben der Rechenschaftslegung zum Umgang mit den Bürgervorschlägen aus dem Bürgerhaushalt 2008 wird über den Beteiligungsprozess an dem Haushaltsplanungsverfahren für das kommende Jahr informiert, über die verschiedenen Formen der Beteiligungsangebote, insbesondere über die Internet-Plattform zum Austausch von
Vorschlägen, Ideen und Fragen. Vorbildlich ist, dass in einer Broschüre – wenn auch etwas textlastig – den Bürgeirnnen und Bürgern das dem Verfahren zugrundegelegte Konzept und der Ablauf erläutert wird: Von der Information –> Konsultation mit Vorschlagssammlung, Priorisierung, Bearbeitung der Vorschläge und Votierung –> Entscheidung der Politik bis hin zur –> Rechenschaftsphase) [zum Bürgerhaushalt Potsdam >>>]

Jena: Auch in Jena geht die Beteiligung über die Verteilung von Mehreinnahmen weiter. Lesen Sie hier zu mehr im dem Beitrag „Liebe Bürgerinnen und Bürger – wohin mit dem Überschuss?“ >>>

Lichtenberg: Der Berliner Bezirk Lichtenberg startet mit dem 4. Bürgerhaushalt. Dazu wurde im Netz ein Vorschlagseingabe‑ und bewertungssystem freigeschaltet. Lesen Sie hierzu mehr in dem Beitrag „Lichtenberg: 4. Bürgerhaushalt gestartet“ >>>

Freiburg: In die letzte Beteiligungsrunde ging der medienübergreifende Bürgerhaushalt zum Doppelhaushalt 2009⁄2010 in Freiburg. In Freiburg beruhte die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im ersten Bürgerhaushalt auf drei Säulen: Auf einer Befragung von 5500 Haushalten im Jahr 2007, auf einer Online-Beteiligungsphase im Frühjahr 2008 und zum Abschluss am 20. und 21. Juni auf einer Stadtteilkonferenz. [zum Beteiligungshaushalt Freiburg >>>]

Köln: In Köln hat der Rat der Stadt in dieser Woche über die 300 bestbewerten Bürgervorschläge beraten und entschieden. Die Verwaltung bereitet zurzeit den Rechenschaftsbericht und eine detaillierte Rückmeldung zu den bestbewerten Vorschlägen im Internet vor – dort werden die fachlichen Stellungnahmen aus der Verwaltung und die Voten aus den politischen Gremien zu jedem Vorschlag veröffentlicht werden. [zum Bürgerhaushalt Köln >>>]

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Jena: „Liebe Bürgerinnen und Bürger – wohin mit dem Überschuss?“

In Jena hat aufgrund unerwarteter Gewerbesteuereinnahmen für das Haushaltsjahr 2007 einen Überschuss von mehreren Millionen Euro zu verbuchen. Daher kann zusätzlich über 13,1 Mio € für bisher ungeplante Maßnahmen entschieden werden.

Noch vor der Sommerpause will der Stadtrat über die Verwendung der Mehreinnahmen entscheiden und möchte dabei auch das Votum der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen. Dazu wurde kurzfristig eine Broschüre „Bürgerhaushalt 2008 – Entscheiden Sie mit über die Verwendung der Mehreinnahmen des Vorjahres“ im Internet verfügbar gemacht, in der die neue Situation erläutert und die Vorschläge der Verwaltung und der Fraktionen vorgestellt werden. In der Broschüre ist auch der Stimmzettel abgedruckt, den die Bürgerinnen und Bürger nutzen können, wenn sie nicht persönlich an der Bürgerversammlung am 30. Juni 2008 teilnehmen können oder wollen. Weiterhin wird auch auf den Stimmzettel im Internet hingewiesen.

Zusätzlich wird im Internet ein „Online-Bewertungstool für Vorschläge“)* bereitgestellt, das dem Stimmzettel in der Broschüre entspricht … ein interessanter medienübergreifender Ansatz. Bleibt abzuwarten, wieviele Bürgerinnen und Bürger teilnehmen und welches Angebot sie nutzen werden: die Bürgerversammlung, den Stimmzettel aus der Broschüre oder das Internet?

)* = Bildschirmfoto (Originalquelle: http://www.jena.de/buergerhaushalt | 16.06.2008)

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Jena: Bürgerhaushalt im Jahr 2007 eingeführt

Im Jahre 2007 konnten sich die Jenaer Bürgerinnen und Bürger erstmals an der Haushaltsplanung (für den Haushalt 2008) beteiligen. Zur Information wurde ein so genannter „Lesbarer Haushalt“ (weitere Beispiele anderer Städte – siehe Rubrik „Material„) die „Haushaltsbroschüre der Stadt Jena 2007“ für die Bürgerinnen und Bürger erstellt.

Die Konsultation der Jenaer Bürgerinnen und Bürger erfolgte einmal mittels eines Fragebogens, der an 3200 zufällig ausgewählte Haushalte versandt wurde. Darüber hinaus wurde der Fragebogen zeitgleich in der Presse veröffentlicht und im Internet online zur Beteiligung freigeschaltet. Folgende Fragen wurden gestellt:

 – Wie fühlen Sie sich durch die Haushaltsbroschüre 2007 der Stadt Jena informiert?
 – Welche Themen sollten in der nächsten Haushaltsbroschüre im Jahr 2008 aufgegriffen werden?
 – In welchen Bereichen kann die Stadt Jena Ihrer Meinung nach sparen?
 – Welche zusätzlichen Leistungen sollte die Stadt Jena für die Bürgerinnen und Bürger erbringen?
 – Haben Sie Fragen zum Haushalt, die wir Ihnen z.B. in Bürgerveranstaltungen beantworten können?
 – Haben Sie bereits an Bürgerinformationsveranstaltungen oder an Stadtratssitzungen teilgenommen?
 – Nutzen Sie das städtische Internetangebot unter www.jena.de?

Nach Abschluss der Befragung wurde eine Auswertung durchgeführt: Insgesamt wurden 372 Fragebögen zurück gesandt, weitere 14 Bögen wurden im Internet ausgefüllt und ein einziger Bürger nutzte den in der Presse gedruckten Fragebogen. Die Auswertung der Befragung wurde von der Fachhochschule Jena vorgenommen und ist als Bericht online verfügbar [PDF].

Zum anderen wurden drei Bürgerversammlungen mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen (“Verschuldung und Schuldenabbau“, „Familienpolitik, Kinder‑ und Jugendarbeit“ und „Stadtentwicklung“) durchgeführt, in denen die Ziele und Maßnahmen des Bürgerhaushalts in Jena, der aktuelle Stand der laufenden Haushaltsplanung (2008) und in einem Fachvortrag der jeweilige Dezernent (zum Themenschwerpunkt) seine Zielstellungen vor dem Hintergrund der Haushaltsplanung erläutert. Am Ende der Bürgerversammlung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mithilfe eines Stimmzetelles ihre Prioritäten zu benennen.

Die Ergebnisse der Bürgerversammlungen (“Stimmzettelveranstaltungen“) werden ebenfalls im Internetauftritt zum Bürgerhaushalt (http://www.jena.de/buergerhaushalt) dokumentiert. Die Ergebnisse zeigen (auch), dass die Veranstaltungen nur von wenigen Bürgerinnen und Bürgern besucht wurden, was daraus schließen lässt, dass die Stadt Jena womöglich zu wenig Ressourcen für die Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürgern (u.a. durch Öffentlichkeitsarbeit) eingesetzt hat.
Positiv ist jedoch, dass alle Ergebnisse im Internet dokumentiert werden und an verschiedenen Stellen zugesagt wird, dass sie in die Beratungsprozesse der Haushaltsplanung einfließen werden.

Auch im Jahr 2008 ist eine Bürgerbeteiligung zum Haushalt 2009 geplant.

Eine weitere – kurzfristig realisierte – Bürgerbeteiligung wird zur Verwendung ungeplanter Mehreinnahmen des Vorjahres 2007 durchgeführt: vgl. Beitrag „Liebe Bürgerinnen und Bürger – Wohin mit dem Überschuss?“ und Artikel der jenanews.de „Bürgerhaushalt 2008: Verwendung der Mehreinnahmen des Vorjahres

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Pressespiegel | Bürgerhaushalte in Thüringen

Hier finden Sie eine Zusammenstellung uns bekannter Presseartikel zu Bürgerhaushalten in Thüringen. Stand 28.11.2007.

Thüringer Landtag
die-news.de (20.11.2007)
„Porto Alegre in Thüringen – Bürgerhaushalte ist das Thema des 9. Kommunalen Agenda-21-Tages“
Link zur Originalquelle
Link zur Pressemitteilung aus dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt

Grossbreitenbach
freies wort (03.11.2007, Klaus-Ulrich Hubert)
„Ehrenbürgerschaften und Bürgerhaushalt“
Link zur Originalquelle

freies wort (28.04.2007, Klaus-Ulrich Hubert)
„Stadtrat und direkte Demokratie: Ernste Gespräche und freudiges Mitwirken?“
Link zur Originalquelle

freies wort (24.03.2007, Klaus-Ulrich Hubert)
„Gute Aussichten: Vom Turm und auf sagenhafte Förderung: Bürgerhaushalt noch vertagt“
Link zur Originalquelle

Suhl
freies wort (17.10.2007, ru)
„Interesse am Suhler Haushalt fast null“
Link zur Originalqelle

freies wort (04.09.2007, Heike Hüchtemann)
„Bürgerbeteiligungshaushalt: Eher Prozess als Ergebnis. Ein Schritt zu Transparenz und Dialog“
Link zur Originalqelle

Westhaushen
freies wort (04.09.2007, Katja Semleit)
„Westhausen ist mehr als ein hübsches Dorf: Zukunftsideen und Dinge, die den Westhäusern auf den Nägeln brennen, sind gefragt“
Link zur Originalqelle

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