Münster

 

Münster: Interesse hat stark nachgelassen

Bereits zum zweiten Mal führt die Stadt Münster eine Bürgerbeteiligung am Haushalt durch. Im ersten Verfahren vor einem Jahr sind dabei insgesamt 440 Vorschläge eingegangen – in diesem Jahr ist die Beteiligung deutlich geringer. Rund 290 Vorschläge sind derzeit eingegangen, bis zum 9. Mai können noch neue Vorschläge eingereicht werden.

Es zeigt sich bei diesem zweiten Verfahren auch eine interessante Tendenz: Es gingen mehr Vorschläge schriftlich ein als über das Internetportal des Bürgerhaushaltes, so berichtet die Münstersche Zeitung. Eine mögliche Erklärung dafür könnten die Infostände auf den Marktplätzen sein.

Die eingegangenen Vorschläge können nich bis zum 22. Juni bewertet werden. Anschließend werden die am besten bewerteten Vorschläge von der Verwaltung geprüft.

Quelle:
Münstersche Zeitung

Bürgerhaushalt der Stadt Münster

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Neu im April: Bonn packts an und Bürgerhaushalt Potsdam

Im April starte(te)n gleich mehrere Bürgerhaushaltsprojekte: Als Wiederholungstäter mit dabei sind neben Münster auch Bonn und Potsdam. Hier die Verfahren in Bonn und Potsdam im Überblick – der Bericht zu Bonn stammt von der Bundestadt Bonn selbst.

Bonn packt’s an: Der Bürgerdialog zum Haushalt startet in die zweite Runde
von Dirk Lahmann, Vorstandsreferat Grundsatzangelegenheiten Projektleitung Bürgerbeteiligung, Bundesstadt Bonn

Die Bonner Bürgerbeteiligung am Haushalt im vergangenen Jahr war ein großer Beteiligungserfolg. Die Stadt Bonn erreichte mit über 12.300 Registrierungen einen europäischen Spitzenwert bezogen auf die Einwohnerzahl. Dies zeigte eindrucksvoll, wie sehr sich die Bonnerinnen und Bonner für die finanziellen Belange ihrer Stadt interessieren und dass Sie mitreden wollen.

Die 108 bestbewerteten Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger wurden in einem aufwändigen Verfahren im Rahmen der Haushaltsberatungen innerhalb von drei Monaten in mehr als 40 Ausschuss‑ und Bezirksvertretungssitzungen intensiv beraten, fast die Hälfte von ihnen wurden vom Rat befürwortet und/oder werden bereits umgesetzt.

2011 stand die Beteiligung ganz im Zeichen der Haushaltskonsolidierung – für den Bürgerdialog zum Haushalt 2013⁄2014 wurde das Verfahren weiterentwickelt:

 – Der Bürgerdialog zum Haushalt besteht künftig aus drei Komponenten:

 – Die Bewertung einer Leitfrage. In diesem Jahr ist es die Frage, wie schnell und durch welche Maßnahmen die Sanierung des Haushalts angegangen werden soll.

 – Je Haushalt werden in einem rotierenden Verfahren zwei Produktbereiche des Gesamthaushalts anschaulich und informativ dargestellt; die Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, zu diesen Produktbereichen Ausgabe‑, Einnahmeerhöhungs‑ sowie Sparvorschläge zu machen. Als Produktbereiche, zu denen die Bürgerinnen und Bürger für 2013⁄14 konkret Vorschläge für Ausgaben, Einnahmeerhöhungen bzw. Einsparungen machen können, wurden die „Natur‑ und Landschaftspflege“ sowie die „Sportförderung“ ausgewählt.

 – Wie 2011 gibt es die Möglichkeit, Einnahmeerhöhungs‑ und Sparvorschläge für alle Bereiche des Haushalts zu machen.

 – Alle Vorschläge werden von den Bürgerinnen und Bürgern bewertet und können kommentiert werden. Die Verwaltung beantwortet während der Onlinephase Fragen der Bürgerinnen und Bürger und/oder reagiert auf Kommentare.

 – Nach der Online-Phase werden je Produktbereich die jeweils 25 bestbewerteten Vorschläge sowie die 25 bestbewerteten Vorschläge für Einnahmeerhöhungen bzw. Einsparungen – also für das Verfahren 2013⁄2014 insgesamt 75 Vorschläge – mit Stellungnahmen versehen und in das Haushaltsplan-Beratungsverfahren überführt.

Besonderheiten der Weiterentwicklung

 – Alle Daten zum Produkthaushalt werden offengelegt – und erstmals kombiniert – (gibt es so noch nicht in anderen Bürgerhaushalten, Bonner Alleinstellungsmerkmal) mit der Möglichkeit, Vorschläge einzureichen (Zielsetzung: weniger, dafür durch Informationen qualifizierte Bürgervorschläge)

 – Erstmals wird ein nutzerfreundlich aufbereiteter Produkthaushalt eingesetzt: höhere Transparenz zum Aufbau und den Zahlen des Haushaltes durch interaktive Grafik

 – ein großer Schritt in Richtung der von vielen Seiten geforderten Offenlegung von Daten öffentlichen Interesses, Schritt in Richtung Open Data

 – Es gibt diesmal höhere Anforderungen an die Teilnehmenden bei der Abgabe eines Vorschlags durch einen drei-schrittigen Workflow: 1. Informieren über die Haushaltsdaten, 2. Aufforderung zu prüfen, ob bereits ähnliche Vorschläge eingereicht wurden und 3. Vorschlagseingabe.

 – Es wurde eine hierarchische Verschlagwortung angelegt, um ähnliche Vorschläge besser finden zu können

 – Auf Dauer angelegte, verbesserte und transparentere Rechenschaftslegung mit einer jahrgangsübergreifenden Archivierung der Vorschläge (Monitoring)

 – Verbesserung des Designs

Der Bürgerdialog zum Haushalt findet vom 12. April bis zum 10. Mai 2012 statt.

(Dirk Lahmann, Stadt Bonn)

Potsdam 2013⁄14 startet am 19. April
von Redaktion buergerhaushalt.org

Auch in Potsdam wird nicht zum ersten Mal ein Bürgerhaushalt durchgeführt. Bereits 2006 wurden die Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal am Haushalt beteiligt. Aufgrund konzeptioneller Unklarheiten wurden die Ergebnisse des ersten Verfahrens jedoch nicht im Haushaltsplan berücksichtigt. Das Konzept wurde daher in den darauffolgenden Jahren weiterentwickelt und sieht heute ein mehrstufiges Verfahren vor.

In der ersten Phase werden die Bürgerinnen und Bürger über den städtischen Haushalt informiert und können sowohl über das Internet als auch in Bürgerversammlungen und per Post Vorschläge einreichen. Die gesammelten Vorschläge werden anschließend priorisiert: Hierbei stehen jedem Bürger fünf Punkte zur Verfügung, die er auf die gesammelten Vorschläge verteilen kann.

Dadurch entsteht eine gewichtete Liste der Bürgervorschläge, die anschließend in der dritten Phase von der Redaktion der Stadt sortiert wird. Die Bearbeitung erfolgt dabei nach festgelegten Kriterien. Betreffen die Vorschläge nicht steuerbare Aufgaben oder Sachverhalte, bei der die Zuständigkeit nicht bei der Landeshauptstadt Potsdam liegt, so werden diese ausgeschlossen. Als Ergebnis der Arbeit des Redaktionsteams liegt abschließend die „Liste der Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger“ vor. Um eine Übersichtlichkeit bei der Votierung zu gewährleisten, soll die Liste eine Maximalzahl von 40 Vorschlägen nicht überschreiten. Wird diese Anzahl durch die eingereichten und priorisierten Bürgervorschläge nicht erreicht, kann das Redaktionsteam Vorschläge der Verwaltung oder eigene Vorschläge ergänzen, heißt es dazu auf einer Infoseite der Stadt. Die priorisierten Vorschläge werden außerdem den Bereichen „Haushaltskonsolidierung“, „Finanzhaushalt“ und „Ergebnishaushalt“ zugeordnet.

In der abschließenden Beteiligungsphase werden die Ergebnisse erneut von den Bürgerinnen und Bürgern bewertet. Dabei stehen je fünf Punkte pro Haushaltsbereich (also insgesamt 15 Punkte pro Person) zur Verfügung. Aus dieser Bewertungsphase entsteht letztlich die sogenannte „Top-Liste der Bürgerinnen und Bürger“, die  schließlich dem Rat zum Beschluss vorgelegt wird.

Links:
Link zur Plattform des Bonner Bürgerhaushaltes Bonn packts an
Link zu den Seiten des Bürgerhaushaltes Potsdam

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Münster geht in die zweite Runde

Mit einer Auftaktveranstaltung heute abend startet der Bürgerhaushalt Münster in die zweite Runde. Die Bürger haben erneut die Möglichkeit, eigene Haushaltsvorschläge einzubringen und zu kommentieren. Im letzten Verfahren waren insgesamt 400 Vorschläge eingegangen und auch in diesem Jahr hofft die Stadt auf eine hohe Beteiligung.

Je mehr Bürger Vorschläge machen und die Vorschläge anderer kommentieren, desto geringer wird laut Oberbürgermeister Lewe die Gefahr, dass der Bürgerhaushalt „für die Artikulation von Individualinteressen missbraucht“ werde, heißt es in einem Artikel der Westfälischen Nachrichten.

Die Erfahrungen aus dem letzten Verfahren hätten gezeigt, dass der Bürgerhaushalt ein geeignetes Mittel sei, um an den Planungen der Stadt mitzuwirken. Es habe auch innerhalb der Verwaltung einen Lernprozess gegeben:
Zu den Pflichtaufgabe eines Kämmerers gehört es, Jahr für Jahr den Haushalt der Stadt für einige Wochen öffentlich auszulegen. Der Umstand, dass in der Vergangenheit praktisch nie ein Münsteraner einen Blick in dieses sperrige Werk geworfen hat, wertete Kämmerer Alfons Reinkemeier bislang als Beleg dafür, „dass sich niemand dafür interessiert“. Mit dem 2011 gestarteten Projekt Bürgerhaushalt indes habe sich dies grundlegend geändert, erklärte Reinkemeier gestern bei einem Pressegespräch des Bürgerhaushalts 2012.

Quellen

Artikel der Westfälischen Nachrichten

Internetauftritt des Bürgerhaushaltes Münster

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Münster: Rechenschaftsbericht online

Der Rechenschaftsbericht zum ersten Bürgerhaushalt der Stadt Münster ist nun online. Dort kann eingesehen werden, wie der Rat über die 90 bestplatzierten Bürgerhaushaltsvorschläge entschieden hat. 63 der 90 Vorschläge sollen insgesamt aufgegriffen werden, heißt es in einer Pressemittelung der Stadt.

Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier: „Die Verwaltung setzt die Vorschläge zügig um. Gerade im ersten Bürgerhaushalt-Verfahren will sie auch möglichst schnell gegenüber der Bürgerschaft und den politischen Gremien darstellen, dass und wie das bereits mit den ersten Vorschlägen geschieht“, heißt es in der Meldung.

Bei 35 der aufgegriffenen Vorschläge gebe es bereits erste Zwischenstände, neun davon wurden sogar bereits abgeschlossen. Auch diese Schritte können im Rechenschaftsbericht eingesehen werden.
Reinkemeier: „Die neun Vorschläge wurden schon umgesetzt. Zu den weiteren 26 Punkten enthält der erste Rechenschaftsbericht Zwischenberichte. Sie werden im zweiten Rechenschaftsbericht, der für die Ratssitzung im Dezember 2012 vorgesehen ist, erneut aufgegriffen.“

Auch im nächsten Jahr soll es in Münster wieder einen Bürgerhaushalt geben.

Link zum vollständigen Artikel

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Münster: Bürgervorschläge ganzjährig ermöglichen

Die Stadt Münster hatte in diesem Jahr zum ersten Mal einen Bürgerhaushalt durchgeführt. Dieser steht nun kurz vor dem endgültigen Abschluss: Am 14. Dezember hat der Rat über die Vorschläge der Bestenliste entschieden. Von 90 Bürgervorschlägen sollen 65 in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Die Stadt zeigt sich mit dem ersten Verfahren zufrieden und will den Bürgern demnächst ganzjährig die Möglichkeit geben, Vorschläge einzureichen, berichtet die Münsterland Zeitung.

„Wer will, kann ganzjährig Vorschläge unterbreiten“, erklärt Frank Möller, Finanzreferent der Stadt Münster. Öffentlich gemacht werden die Vorschläge allerdings erst während der offiziellen Vorschlagsphase,

so heißt es in dem Artikel der Münsterland Zeitung. Die Anregungen, die im Laufe des Jahres eingehen, sollen dann automatisch im folgenden Bürgerhaushaltsverfahren berücksichtigt werden.

Neben der Ausweitung der Beteiligungsphase wird diskutiert, ob es im nächsten Verfahren eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit geben und die Haushaltsbroschüre soll durch ein Vorschlagsformular erweitert werden soll. Dadurch sollen mehr Bürger erreicht werden. Die Vorschläge auf der Plattform sollen außerdem übersichtlicher dargestellt werden. Möglich wäre zum Beispiel eine Unterteilung in Spar‑ und Ausgabenvorschläge.

Link zum vollständigen Artikel der Münsterland Zeitung

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Düren plant Einführung eines Bürgerhaushaltes

Bei den Planungen zum Doppelhaushalt 2012⁄13 sollen die Dürener Bürger mitreden können. Die ersten Diskussionen und Konzeptionen über einen online-basierten Bürgerhaushalt laufen bereits, eine Entscheidung vom Stadtrat soll laut einem Artikel der Aachener Zeitung am Mittwoch, den 28.09., getroffen werden.

Von Seiten der CDU herrsche momentan noch Skepsis. Vor allem die Möglichkeit von Manipulationen wird kritisch gesehen. Etwa dann, wenn Bürger zahlreich, bisweilen Hunderte Male, zu einem Thema abstimmen würden. Skeptisch gesehen wurde auch die zu erwartende geringe Beteiligung und die Kosten, die unter anderem von den Grünen angesprochen wurden. Die SPD zeigte sich dagegen offen und will weiter beraten, so die Aachener Zeitung.
Kämmerer Sievers betonte, dass die Möglichkeit von Manipulationen ausgeschlossen werden könnte und müsste.

Der Bürgerhaushalt soll den Dürener Bürgern die Möglichkeit geben, eigene Haushaltsvorschläge einzureichen und diese zu kommentieren und bewerten. Eine Bestenliste von 30–50 Vorschlägen soll anschließend in den politischen Beratungsprozess einfließen. Wichtig sei auch, dass die Bürger anschließend ein Feedback bekommen, so wird ein Experte der Firma Zebralog von der Aachener Zeitung zitiert. Das Konzept soll angelehnt an erfolgreiche Projekte wie den Bürgerhaushalt in Köln, Münster oder Solingen umgesetzt werden.

Wir haben Düren mit dem Status „D“ wie Diskussion in unsere Karte aufgenommen und sind gespannt auf die Entscheidung des Stadtrates.

Link zum vollständigen Artikel der Aachener Zeitung

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Münster: Beteiligungsphase abgeschlossen

Insgesamt 440 Vorschläge wurden während der vierwöchigen Vorschlagsphase abgegeben, sechs Wochen lang konnten die 1300 registrierten Bürger über die Vorschläge abstimmen. Ab heute geht der Bürgerhaushalt in die Dokumentationsphase, in der die am besten bewerteten Beiträge von der Stadt geprüft werden. Im September soll schließlich der Rat über die Haushaltsvorschläge entscheiden, die Entscheidung darüber, was in den Haushaltsplan aufgenommen werden soll, folgt dann im Dezember.

Link zu einem Artikel der Münsterländischen Volkszeitung

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Münster geht in die zweite Phase

Mehr als 400 Vorschläge wurden beim Münsteraner Bürgerhaushalt gesammelt. Gestern endete die Frist zur Vorschlagsabgabe und ab heute startet die zweite Phase, in der die Beiträge bewertet werden können. Dies kann auch entweder online über das Portal des Bürgerhaushaltes gemacht werden oder bei einer der sechs Bezirksveranstaltungen.

Link zu dem vollständigen Artikel auf wmtv.de

Link zum Portal des Bürgerhaushaltes

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Münster: Bürgerhaushalt einstimmig beschlossen

Bereits am 05.04. hatte der Finanzausschuss der Einführung eines Bürgerhaushaltes zugestimmt, einen Tag später gab auch der Stadtrat einstimmig sein „Ja“. Der Münsteraner Bürgerhaushalt wird im Rahmen einer Informationsveranstaltung bereits am 14.04.2011 starten.

Auf einer Internetplattform – und auch per Telefon, schriftlich oder auf entsprechenden städtischen Veranstaltungen – sollen die BürgerInnen ab Donnerstag insgesamt einen Monat lang Vorschläge zum Haushalt machen und diese kommentieren können.  Anschließend soll laut Beschlussvorlage eine Bewertungsphase folgen, in der über die eingebrachten Vorschläge durch die TeilnehmerInnen abgestimmt werden kann. Die Ergebnisse der beiden Beteiligungsphase werden anschließend von der Verwaltung überprüft und in die Haushaltsberatungen eingebracht. Abschließend soll eine Rechenschaftsphase folgen, in der über die Umsetzung der Bürgervorschläge informiert wird.

Link zu den Beschlussvorlagen zum Thema Bürgerhaushalt in Münster

Link zu einem Pressebericht der Stadt Münster

Wir haben den Status der Stadt Münster auf „E“ wie „Einführung“ geändert.

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Immer mehr Städte in NRW setzen auf Bürgerhaushalte

„Immer mehr Städte in NRW setzen auf Bürgerhaushalte“ so lautet der Titel eines Beitrages auf dem Portal „B2B Nordrhein-Westfalen“ und beschreibt einen Trend hin zur Öffnung der kommunalen Haushaltsplanung anhand einiger ausgewählter Kommunen NRWs und lässt verschiedene Stimmen zu den Gründen der Einführung und Ausgestaltung zu Wort kommen.

Der Blick in die Haushaltskasse ihrer Stadt dürfte Helga Bickeböller derzeit kaum Freude machen. Zu groß sind die Löcher, die die Münsteraner Stadtkämmerin zu stopfen hat. Doch es naht Unterstützung: Künftig sollen auch die Bürger ihre Ideen und Sparvorschläge für den städtischen Etat einbringen. Das zumindest sieht ein Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, der am 16. Februar im Münsteraner Stadtrat zur Debatte steht. Damit folgt Münster dem Beispiel zahlreicher anderer Kommunen in Deutschland, die bereits sogenannte Bürgerhaushalte eingeführt haben.

Aber auch Kritker kommen zu Wort und solche, die das Verfahren wieder eingestellt haben. So wird beispielsweise auf die Problematik einer asymmetrischen Teilnehmerschaft (internetbasierter) Bürgerhaushalte hingewiesen:

Es gibt jedoch auch Kritik an dem internetbasierten Verfahren. So moniert etwa der frühere Bundestagsabgeordnete Stephan Eisel (CDU), dass einige Alters‑ und Bevölkerungsgruppen im Internet „heillos unterrepräsentiert“ und damit auch von der Beteiligung mehr oder weniger ausgeschlossen seien.

Der Beitrag zeigt sehr schön die aktuelle Situation: Es gibt immer mehr Kommunen, die sich für die Öffnung der kommunalen Haushaltsplanung mithilfe eines Bürgerhaushaltes entscheiden. Das Verfahren gewinnt also an Bedeutung, weil es faktisch mehr an Verbreitung gewinnt. Gleichzeitig, letztlich auch ein Zeichen seiner Bedeutung, werden aber auch die kritischen Stimmen lauter, die das Verfahren als ganzes oder seine methodische Umsetzung (zum Beispiel: elektronische Bürgerhaushalte) kritisieren.

Hier geht es zum Artikel Immer mehr Städte in NRW setzen auf Bürgerhaushalte

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Münster: Workshop zum Bürgerhaushalt

Das Presse‑ und Informationsamt der Stadt Münster kündigt für

Samstag, den 18. September 2010, 10 bis 16 Uhr, in der VHS‑Überwasser, Katthagen 7,

einen Workshop zum Thema Bürgerhaushalt in Münster an.

Hierzu lädt Oberbürgermeister Markus Lewe […] alle kommunalpolitisch Aktiven und Interessierten ein. Johannes Middendorf (Berlin) wird als Praxisbeispiel den Lichtenberger Bürgerhaushalt vorstellen. Volker Vorwerk (Bielefeld) erläutert unterschiedliche Modelle von Bürgerhaushalten. In Arbeitsgruppen wird anschließend ein für Münster passendes Verfahren für einen Bürgerhaushalt erarbeitet. Dieses wird dem Rat zur Entscheidung vorgelegt.

Anmeldung und weitere Informationen unter www.muenster.de/stadt.

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Münster: Stadt lädt zum Workshop „Woran soll Münster sparen?“

Laut den Westfälischen Nachrichten wird es im September in Münster einen Workshop zum Thema Bürgerhaushalt geben:

Wie kann man die Menschen in Münster noch intensiver an der Entwicklung des städtischen Haushalts beteiligen? Oberbürgermeister Markus Lewe lädt alle, die Ideen dazu haben, zu einem Workshop am 18. September ein. Gemeinsam soll dort ein Verfahren zu einer stärkeren Bürgerbeteiligung entwickelt werden.

Einen Tag lang geht es in der VHS Überwasser dabei um Fragen wie: Welche Erwartungen haben die Münsteranerinnen und Münsteraner an einen „Bürgerhaushalt“? Welche unterschiedlichen Modelle sind denkbar? Was kann man vielleicht von anderen Städten lernen? „Ziel des Workshops ist es, einen münsterspezifischen Verfahrensvorschlag für einen Bürgerhaushalt zu entwickeln, über den dann der Rat entscheidet“, so der Oberbürgermeister.

Zum Artikel der Westfälischen Nachrichten >>>

Die Stadt bittet um Anmeldung zu dem Workshop:

Die Veranstaltung am 18.09.2010 läuft von 10 bis 16 Uhr im Vortragssaal der VHS Überwasser, Katthagen 7.

Um die Vorbereitungen zu erleichtern, bittet die Stadtverwaltung um Anmeldung:Telefon: 4 92–70 21, E-Mail: finanzen@stadt-muenster.de

Mehr Informationen auf den Seiten der Stadt Münster >>>

Bereits im Januar 2010 gab es eine erste Bürgerversammlung zum Haushalt in Münster („Münster: Bürgerversammlung zum Haushalt“).

Auf dieser Veranstaltung hatte sich eine „Kernarbeitsgruppe Bürgerhaushalt“ gebildet:

Auf der ersten Bürgerversammlung zum städtischen Haushalt hatte die Verwaltung interessierte Einwohnerinnen und Einwohner um Mitwirkung bei der Entwicklung eines Bürgerhaushaltes in Münster gebeten. Bislang engagieren sich 16 Einwohnerinnen und Einwohner in dieser Kernarbeitsgruppe. Weitere Einwohnerinnen und Einwohner, die in dieser Arbeitsgruppe mitarbeiten möchten, sind jederzeit willkommen. Ein kurzer Hinweis per E-Mail genügt.

Informationen zur Kernarbeitsgruppe auf den Seiten der Stadt >>>

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Münster: Bürgerversammlung zum Haushalt

Unter dem Titel „Bürgerhaushalt“ führte die Stadt Münster am 14.01.2010 eine Bürgerversammlung durch. Die Bürgerinnen und Bürger wurden zunächst über die aktuelle knappe Haushaltslage informiert. So heißt es in einer Meldung der Stadt:

Dabei wurde der Blick zunächst in die Vergangenheit gerichtet: So wurden die Defizite im städtischen Haushalt seit 2001 und die städtischen Bemühungen um einen Abbau dieser Defizite beleuchtet. Dass ein sofortiger Haushaltsausgleich nur mit radikalen Einschnitten machbar wäre, wurde dabei deutlich.

Nach dem Informationsteil konnten sich die Bürger dann auch selbst zu Wort melden und Vorschläge zum Haushalt und möglichem Sparpotential machen.

Weit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben im Rathaus mit Oberbürgermeister Markus Lewe, Stadtkämmerin Helga Bickeböller, dem Leiter des Amtes für Finanzen und Beteiligungen, Alfons Reinkemeier, und dem Büroleiter des Oberbürgermeisters, Rainer Uetz, über die aktuelle Haushaltslage, aber auch über zukünftig denkbare Beteiligungsmöglichkeiten für alle Einwohnerinnen und Einwohner Münsters diskutiert.

Die Stadt sieht die Bürgerversammlung als ersten Schritt auf dem Weg zu einem Bürgerhaushalt. Weitere Veranstaltungen sind geplant. In unsere Karte haben wir den Status von Münster von „D“ wie Diskussion zunächst in „I“ = Information geändert.

Information = Die Bürgerbeteiligung befindet sich (oder verharrt) auf der 1. Stufe: Die Bürgerinnen und Bürger werden über den Haushalt und die Haushaltsplanungen informiert, z.B. mittels Broschüren oder Informationsveranstaltungen. Eine Konsultation ist (noch oder dauerhaft) nicht oder nur in Ansätzen vorgesehen.

Eine durchgeführte Informationsveranstaltung ist noch kein Bürgerhaushalt, aber dennoch in diesem Fall sehr wahrscheinlich ein Schritt in Richtung bürgerbeteiligter Haushaltsplanung. Ein Bürgerhaushalt besteht aus den drei Säulen Information, Konsultation und Rechenschaft. In Münster wurden die Bürger informiert und konnten sich auch bereits zu Wort melden.

Von einer Konsultation im Rahmen eines vollwertigen Bürgerhaushalts kann man noch nicht sprechen. Aber möglicherweise ja schon sehr bald. Über das Thema Rechenschaft, also wie mit den Bürgervorschlägen umgegangen wird, erfährt man noch nichts, aber auch das wird möglicherweise bald kommen.

Wie das Stadtmagazin Echo Münster berichtet, wurden bereits auf der ersten Veranstaltung Bürger-Arbeitsgruppen gegründet, um die Bürgerbeteiligung am Haushalt weiter auszubauen.

Als sich nach gut zwei Stunden die Reihen zu lichten begannen, ging es daran, Teilnehmer zu gewinnen, die sich in Bürgergruppen des Themas annehmen. Nicht ohne zuvor denkbare Möglichkeiten der Beteiligung vorgestellt zu haben.

Zum Artikel des Echo Münster >>>

Seite der Stadt Münster mit Informationen zum Haushalt >>>

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Podiumsdiskussion: Ein Bürgerhaushalt für Münster?

Der Oberbürgermeisterkandidat der CDU, Markus Lewe, lädt am 02.06.2009 zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Bürgerhaushalt für Münster ein:

Dienstag, 2. Juni 2009 um 19:00 Uhr
Bennohaus, Bennostr. 5, 48155 Münster

In der Einladung heißt es:

Rund 1.000 Bürgeranträge ‐ adressiert an Münsters Stadtrat, eine steigende Zahl von Nichtwählern und das schwindende Vertrauen gegenüber Parteien haben in der Schnittmenge häufig einen Tenor: Alles ist in Bewegung, aber nichts bewegt sich.

Ein Instrument, das Verhältnis zwischen Bürgerschaft, Politik und Stadtverwaltung neu auszubalancieren und in einer pluralen Gesellschaft mehr Kräfte für ein besseres Münster zu bündeln, kann ein Bürgerhaushalt sein – also die Beteiligung von Bürgern an den Haushaltsplanungen der Stadt Münster.

Referenten der Veranstaltung werden sein:

 – Manfred Ropertz (Kämmerei der Stadt Köln)
 – Alexander Slonka (Landesgeschäftsführer Mehr Demokratie e.V.)
– Nolten Kattentidt (Lokale Agenda 21)
 – Rolf Klein (Finanzpolitischer Sprecher CDU‐Fraktion Münster)

Die Einladung zur Veranstaltung >>>

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Münster: Wahlkampfthema Bürgerhaushalt

Auch in Münster ist der Bürgerhaushalt ein Thema im Wahlkampf. Die Münsterländische Volkszeitung berichtet am 08.05.2009, dass der Oberbürgermeisterkandidat der CDU, Markus Lewe, für die Stadt Münster einen Bürgerhaushalt einführen will:

„Er halte den Bürgerhaushalt für ein sinnvolles Instrument, um die Bürger zu beteiligen, sagte Lewe bei einer Wahlkampf-Pressekonferenz am Morgen.“

Auch das Online-Magazin Echo Münster berichtet über das Ansinnen der CDU, einen Bürgerhaushalt für Münster einzuführen. Laut Echo Münster verweist OB-Kandidat Lewe auf das Vorbild Kölner Bürgerhaushalt: „Ein Modell, mit dem andere Städte – etwa Köln – längst „gute Erfahrungen“ gesammelt hätten.“

Echo Münster berichtet weiter, dass Lewe auch für Münster eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger über das Internet vorsieht, wie sie in Köln stattgefunden hat:

„Auf Münster übertragen, würde es in der Praxis folgendes Verfahren bedeuten: Um mehr Mitbestimmung über die Ausgaben städtischer Gelder zu erreichen, wird am Anfang der jeweiligen Etatberatungen eine gewisse Summe Ⅹ extra zu diesem Zweck bereitgestellt – Gelder, „deren Verwendung die Menschen in Internet-Foren oder anderen Diskussionsgruppen“ hernach erörtern.“

Auch in Münster bleibt zunächst abzuwarten, wie es mit dem Thema Bürgerhaushalt nach der Wahl weitergeht. In der Karte erhält Münster den Status „D“ wie Diskussion.

„D“ = Diskussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.

Zum Artikel der Münsterländischen Volkszeitung >>>

Zum Bericht von Echo Münster >>>

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