Solingen

 

Bonn: Bürger sollen beim Sparhaushalt mitreden

Laut eines Berichtes des Behördenspiegels vom 26.7.2010 will die Stadt Bonn einen elektronischen Bügerhaushalt einführen und zunächst wie die Städte Solingen und Essen eine „bürgerbeteiligte Haushaltskonsolidierung“ durchführen, bei dem vor allem das Sparen im Vordergrund steht:

Die Verwaltung will dazu ein internetbasiertes Partizipations-Verfahren einführen, das den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit gibt, Sparvorschläge der Stadt zu bewerten und zu kommentieren. Die Bonnerinnen und Bonner können auch selbst Einsparungen anregen. Wesentlich bei diesem Verfahren ist, dass zunächst keine Plattform zur Äußerung zusätzlicher Wünsche und Begehrlichkeiten geschaffen wird, sondern der Fokus für den kommenden Haushalt ausschließlich auf Sparvorschläge gerichtet ist. Ähnliche Beteiligungsmodelle sind in diesem Jahr bereits in den Städten Essen und Solingen durchgeführt worden.

Hier geht es zur Meldung des Behördenspiegels >>>

Bonn hat schon seit vielen Jahren einen Bürgerhaushalt durchgeführt, allerdings auf einem recht niedrigen Niveau – neben einer sehr schön gestalteten Broschüre wurden in den Stadtbezirken jeweils Bürgerversammlungen angeboten, die vor allem informierenden Charakter hatten. Zwar konnten dort auch Vorschläge eingebracht werden, allerdings wurde weder die Erfassung noch der Einfluss der Vorschläge auf die kommunaler Haushaltsplanung transparent gemacht. Entsprechend gering waren die Beteiligungszahlen, die auch deshalb nicht hoch waren, weil auf eine stadtweite Mobilisierung der Öffentlichkeitsarbeit verzichtet wurde.

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Lesetipp: Kommunen im Online-Dialog

Kommune 21, Ausgabe 7 / 2010 Wie empfehlen in der aktuellen Ausgabe der Kommune 21 (7⁄2010) den Themenschwerpunkt „Elektronische Bürgerbeteiligung: Kommunen im Online-Dialog“: In 5 Beiträgen zum Thema elektronische Partizipation in Kommunen werden auch elektronisch unterstützte Bürgerhaushalte thematisiert. In dem Einleitungsbeitrag „Bürger dein Haushalt“ wird das Verfahren Bürgerhaushalt als eines der zurzeit „bliebtesten E-Partizipationsangebote“ anhand verschiedener Beispiele (Essen, Freiburg, Hamburg, Köln, Lichtenberg, Solingen, Trier) vorgestellt und die jeweiligen Konzepte der (mit Ausnahme Freiburgs und des Berliner Bezirks Lichtenberg) weitgehend online durchgeführten Beteiligungen diskutiert, unter anderem auch die Frage, wie diese Projekte weiterentwickelt und in gesamtstädtische Strategien elektronischer Partizipation integriert werden. In zwei weiteren Beiträgen „Bürgerhaushalt überzeugt“ und „Interaktives Forum“ werden die Bürgerhaushalt der Städte in Trier beziehungsweise Mülheim a.d.R. vorgestellt. Auch hier geht es um strategische und technische Fragen der Weiterentwicklung dieser Beteiligungsverfahren.

Zum Inhalsverzeichnis der Ausgabe 7⁄2010 (PDF) >>>

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eGovernment Computing: „Bürgerbeteiligung bremst Politikverdrossenheit“

So ein Artikel in der aktuellen Ausgabe (07⁄2010) von eGovernment Computing, der sich mit den folgenden Fragen beschäftigt:

„Wollen Kommunen in Sachen ePartizipation brillieren, führt derzeit kein Weg an einem Bürgerhaushalt vorbei. Nach den Vorreitern Köln und Essen haben jetzt auch Trier, Solingen und Gütersloh entsprechende Projekte gestartet. Doch was steckt wirklich hinter solchen Bürgerhaushalten? Wie werden sie erfolgreich aufgesetzt? Und vor allem: Was hat der Bürger davon?“

Der Artikel fasst die Handlungsempfehlungen der Studie „Leitfaden Online-Konsultation – Praxisempfehlungen für die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger über das Internet“ der Bertelsmann-Stiftung zusammen und beleuchtet die Bürgerhaushalte Gütersloh, Solingen und Trier.

Der Artikel ist bislang (noch?) nicht online verfügbar, kann aber über die Website von eGovernment Computing bezogen werden.

eGovernment Computing >>>

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Zitat der Woche aus der ZEIT: „Das Internet ist nicht nur ein Protestmedium – es kann auch politische Teilhabe ermöglichen“

„Wenn User mitregieren“ heißt der Artikel der ZEIT indem Karsten Polke-Majewski drei E-Partizipations-Beispiele vorstellt. Darunter Solingen Spart! Polke-Majewski dazu:

„Wer braucht schon ein Fußballstadion? Solingen jedenfalls nicht mehr. Die Stadt steht kurz vor der Pleite, weshalb Oberbürgermeister Norbert Feith das jährliche Defizit um 45 Millionen Euro senken will. Seine Kürzungsliste ist eine einzige Provokation: Schwimmbäder sollen geschlossen, Schulen aufgegeben, überzählige Feuerwehrautos stillgelegt werden.

Dennoch hat der Volkszorn den Bürgermeister bislang nicht hinweggefegt. Ganz im Gegenteil, die Bürger stützen Feiths Pläne und haben beraten, auf was sie am ehesten verzichten können. Die Stadt in höchster Not ist unversehens zu einem Symbol dafür geworden, wie moderne Politik gemacht wird: konstruktiv und nahe am Bürgerwillen. Ihr wichtigstes Mittel ist das Internet.“

Neben der Solinger Online-Beteiligung zur Haushaltskonsolidierung werden die Bürgerbeteiligung zum Hamburger Domplatz und Maerker Brandenburg, ein Serviceportal der Landesverwaltung Brandenburg vorgestellt.

Hier geht es zum Artikel der ZEIT >>>

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Solingen: Verwaltung legt Stadtrat Dokumentation der Bürgervorschläge vor

Bürgerhaushalt – Verwaltung legt Stadtrat
Dokumentation der Bürgervorschläge vor

(pa) Vom 4. bis zum 25. März war der Solinger Bürgerhaushalt
online. In dieser Zeit beteiligten sich 3.595 registrierte Nutzer
mit insgesamt 4.752 Kommentaren an der Diskussion zum
Sparhaushalt, mehr als zwei Prozent der Solinger Bevölkerung.
Rund 1.000 der Einträge enthielten eigene Sparvorschläge der
Bürgerinnen und Bürger. Zusammen mit 300 Bürgervorschlägen,
die aus einer Leseraktion des Solinger Tageblattes stammen,
werden sie jetzt dem Stadtrat vorgelegt. Die Ratsfraktionen
erhalten CDs mit den umfangreichen Daten, die ausgedruckt
einen fast drei Zentimeter hohen Papierstapel ergeben.
Außerdem werden die Dokumente im Internet veröffentlicht. Sie
bilden einen wichtigen Teil der Beratungsunterlagen zur
Vorbereitung des „Haushaltsbegleitbeschlusses 2010“.

Durch den Beschluss soll der Doppelhaushalt 2009⁄2010 an die
infolge der Wirtschaftskrise veschlechterterten
Rahmenbedingungen des Jahres 2010 angepasst werden. Den
Entwurf dazu haben Oberbürgermeister Norbert Feith und
Stadtkämmerer Ralf Weeke dem Rat am 25. Februar vorgelegt.
Die Beschlussfassung des Rates ist für den 8. Juli geplant.

Klar ist: Die Stadt muss das jährliche Defizit bis 2013 um 45
Millionen Euro senken. Anderenfalls drohen Einschränkungen der
Selbstverwaltung bis hin zur Entsendung eines
Staatskommissars durch die Bezirksregierung. Im Kern des
Begleitbeschlusses steht deshalb das
„Haushaltskonsolidierungskonzept 2010 bis 2013“, eine Liste mit
insgesamt 248 Sparvorschlägen. 78 dieser Vorschläge stellte die
Stadt im Rahmen des Internetportals www.solingen-spart.de zur
Diskussion. Dazu kamen noch 30 „Sondervorschläge“ mit
einschneidenden Sparmaßnahmen, die der Verwaltungsvorstand
erwogen, aber dem Rat nicht zur Umsetzung vorgeschlagen
hatte. Im Ergebnis trugen die Nutzerinnen und Nutzer 63 von 78
Vorschlägen mit. Das erreichte Sparvolumen betrug 31,6
Millionen; das heißt aber auch: Um die 45-Millionen-Euro-Marke
zu erreichen, wird der Rat auch gegen die Bürgervoten
entscheiden müssen.

Zum besseren Verständnis der Auswertungen und um
Orientierungshilfe im Beratungsprozess zu geben, haben
Oberbürgermeister Norbert Feith und Stadtkämmerer Ralf
Weeke den Unterlagen ein Begleitschreiben an die
Stadtpolitikerinnen und –politiker mitgegeben.

http://www.solingen-spart.de

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Kriegt Essen die Kurve?

„Essen-kriegt-die-Kurve“ lautet das Motto und die Internetadresse der erstmalig in der Geschichte der Stadt durchgeführten Internet-Befragung zu den Einsparvorschlägen der Verwaltung. Alle Essener Bürgerinnen und Bürger sind seit dem 29. April aufgerufen, sich aktiv an dem Bürgerforum zu beteiligen. Dabei ist Politik und Stadtverwaltung nicht nur daran gelegen, dass über die vorgegebenen Vorschläge abgestimmt wird, Ziel ist es, dass auch eigene Einsparvorschläge durch die Essener Bevölkerung formuliert werden.

Bislang wurden in den ersten acht Tagen zu den rund 100 Einsparungsvorschlägen der Verwaltung fast 1.400 Kommentare abgegeben, rund 50.700 Bewertungen vorgenommen und 130 neue Vorschläge eingereicht. Über 1.660 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich für die Internetplattform registriert. Eine erste Auswertung belegt, dass die Bürgerinnen und Bürger am ehesten im Kulturbereich den Rotstift ansetzen würden. Das geringste Verständnis hingegen wird Einsparmaßnahmen im Bereich Kinder, Familie, Jugend und Soziales entgegengebracht. Auch im Bereich Bildung finden die vorgegebenen Sparvorschläge der Stadtverwaltung nur geringe Akzeptanz.

Um ein möglichst breites Meinungsbild zu bekommen, in welchen Bereichen Einsparungen erfolgen sollen, appellieren Oberbürgermeister Reinhard Paß und Stadtkämmerer Stadtkämmerer Lars-Martin Klieve an die Essener Bevölkerung, sich weiter aktiv am Verfahren zu beteiligen. „Nutzen Sie die Gelegenheit. Ihre Meinung ist uns sehr wichtig. Es geht um unsere Stadt. Dazu bietet Ihnen das Verfahren noch bis zum 20. Mai Gelegenheit“, so der Oberbürgermeister. Auf der städtischen Internetseite „www.essen.de“ kommt man mit einem Klick auf den Banner „Essen kriegt die Kurve“ zu Internetseite oder direkt über die Adresse „www. essen-kriegt-die-kurve.de“.

Für alle Bürgerinnen und Bürger die selber über keinen eigenen PC oder Internetzugang verfügen, hat die Stadt unter anderem im Rathaus, in der Volkshochschule und der Zentralbibliothek im Gildehof öffentliche Computer aufgestellt. Bei Fragen zum Verfahren stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung unter den Telefonnummern 88–88204 oder 88–20108 gerne zur Verfügung.

Herausgeber:
Presse‑ und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
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Fax: 0201⁄88–88019
E-Mail: info@essen.de

Pressemitteilung auf essen.de >>>

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Kommune21-Report: „Bürger dein Haushalt“

Kommune21, Zeitschrift für E-Government, Internet und Informationstechnik, veröffentlichte am 29. März in ihrer Online-Ausgabe einen Report zum Thema Bürgerhaushalt. Beleuchtet werden darin Erfolgfaktoren und Strategien für Bürgerhaushalte sowie verschiedene Beispielstädte, die bereits einen Bürgerhaushalt durchgeführt haben: Köln, Trier, Solingen, Berlin-Lichtenberg, Solingen und Hamburg.

In Zeiten klammer Kassen ist es für Politik und Verwaltung wichtiger denn je, herauszufinden, an welcher Stelle die Bürger bereit sind, Verzicht zu üben. Die Krise der öffentlichen Haushalte ist somit ein Grund für das wachsende Interesse an Bürgerhaushalten. 67 Kommunen in Deutschland haben ein derartiges Beteiligungsprojekt bereits durchgeführt, beschlossen oder informieren die Bürger zumindest über den Haushalt. Durch die höhere Transparenz soll nicht zuletzt das Verständnis für finanzpolitische Zusammenhänge und Handlungszwänge gefördert werden.

Der Bürgerhaushalt Solingen als Beispiel für einen „Spar-Bürgerhaushalt“:

Rein ums Sparen ging es beim ersten Bürgerhaushalt der Stadt Solingen. Die Bürger konnten die 78 Sparvorschläge des Haushaltssicherungskonzeptes online diskutieren und bewerten. Hinzu kamen 30 Sondervorschläge mit denkbaren Sparmaßnahmen, wie etwa die Schließung von Museen oder der historischen Burganlage, die im Rahmen der vorhergegangenen verwaltungsinternen Beratungen verworfen worden waren. Zudem hatten Bürger die Möglichkeit, selbst Sparvorschläge einzureichen.

Der Bürgerhaushalt Hamburg mit Einsatz eines Haushaltsrechners:

Nicht sparen, aber rechnen mussten die Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg, die sich für den Einsatz eines Haushaltsrechners entschieden hatte. Damit können Bürger selbst Haushalte aufstellen und die Ausgangsbudgets nach eigenem Gutdünken verändern. So soll ein Gefühl für die Möglichkeiten und Grenzen der Haushaltsplanung geweckt werden.

Zum Beitrag der Kommune21 >>>

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Beteiligungsphase von solingen-spart.de beendet – Dankesworte von Oberbürgermeister und Kämmerer

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(pa) Seit dem 25.März, 24 Uhr, ist die Beteiligungsplattform
www.solingen-spart.de geschlossen. Bürgerkommentare,
Vorschläge und Bewertungen bleiben aber weiterhin online und
können von allen Besucherinnen und Besuchern gelesen werden.
Auf der Startseite bedanken sich Oberbürgermeister und
Kämmerer bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den
Organisatoren im Hintergrund:

Liebe Solingerinnen und Solinger,

„solingen-spart.de.“ war das erste Onlinebeteiligungsverfahren,
das die Stadt Solingen im Internet durchgeführt hat und die
überwältigende Beteiligung hat allen Recht gegeben, die sich für
dieses Verfahren ausgesprochen hatten:

Rund 3.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben sich auf
solingen-spart.de registriert. Das heißt: rund zwei Prozent der
Solinger Bevölkerung haben sich aktiv über die Sparvorschläge
informiert und sie bewertet. Und sie haben mitdiskutiert – zum
Teil leidenschaftlich. Dazu kommen weit über 20.000
Internetnutzer, die solingen-spart.de ohne Anmeldung – also
lediglich als Leserin und Leser – besucht haben. Mit welchem
anderen Verfahren hätten wir so viele Menschen erreicht?

Seit dem 25. März ist die Beteiligungsphase
abgeschlossen. Was geschieht nun?

Bis Mitte Mai:
Ihre Pro‑ und Contra-Voten sowie die Vorschläge fließen in einen
Bericht für die Ratsfraktionen, der auch auf dieser Internetseite
veröffentlicht wird. Die Auswertung enthält auch die
Bürgervorschläge, die von der Verwaltung nach Möglichkeit mit
einem Sparpotential hinterlegt und kommentiert werden.

8. Juli.
Der Stadtrat trifft den „Haushaltsbegleitbeschluss 2010“ und
entscheidet damit auch über jeden Sparvorschlag. Der Rat hat
die schwerste Aufgabe: er muss Entscheidungen treffen, die
wohlerwogen sind und doch wegen der unvermeidbaren
Einschnitte niemanden glücklich stimmen dürften. Doch nur so
erhält Solingen eine Perspektive für die Zukunft.

Mitte Juli
Nach Abschluss der Beratungen und Entscheidungen erhalten
alle Teilnehmenden auf www.solingen-spart.de eine
Rückmeldung darüber, wie mit den Ergebnissen aus dem
Bürgerhaushalt umgegangen wurde, wo den Voten der
Bürgerinnen und Bürger gefolgt wurde und wo die Politik
möglicherweise anders entschieden hat. Diese Rückmeldung
erfolgt mit kurzen Begründungen in Form eines
Rechenschaftsberichtes.

Allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in den letzten drei
Wochen auf solingen-spart.de eingebracht haben, sagen wir
unseren herzlichen Dank. Dank geht auch an die Moderatoren,
die darauf geachtet haben, dass die Regeln der Fairness
eingehalten wurden. Und an die Mitarbeiter der
Finanzverwaltung, die sich bemüht haben, die Fragen der
Bürgerinnen und Bürger zügig und kompetent zu beantworten.

Norbert Feith
Oberbürgermeister

Ralf Weeke
Stadtkämmerer

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Ansturm auf solingen-spart.de

Pressemitteilung der Stadt Solingen vom 8. März 2010. Nr. 152/pe – 08.03.2010.

(pa) „Kölner Verhältnisse“ registriert Oliver Märker vom
Beratungsunternehmen zebralog auf der Internetplattform
www.solingen-spart.de. Nur beim Kölner Bürgerhaushalt 2008
habe er eine ähnlich rege Teilnahme in den ersten Onlinetagen
erlebt. Doch Köln sei eine Millionenstadt. Auch wenn der
Zuspruch bis zum 25. März abflauen sollte, rechnet der Experte
damit, dass das Ziel, ein Prozent der Bevölkerung auf die
Beteiligungsplattform zu locken, erreicht, wenn nicht sogar
übertroffen wird.
Am Montag nachmittag, 16:30 Uhr, lagen folgende Nutzerzahlen
vor: 1.285 registrierte Teilnehmende, 6.482 Besucherinnen und
Besucher auf der Seite insgesamt; dazu kamen 1.654
Kommentare und rund 34.000 Pro‑ und Contra-Bewertungen.
Das heißt: durchschnittlich hatte jeder registrierte Nutzer rund
30 Sparvorschläge bewertet. Märker: „Und das nach vier Tagen
 – das sind im Vergleich zu anderen Bürgerhaushalten
hervorragende Beteiligungszahlen.“ Ab Dienstag morgen wird
die Startseite um eine sogenannte „Statistikbox“ erweitert –
dann kann jeder Internetnutzer die Teilnehmerzahlen selbst
verfolgen.

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Solinger Bürgerinnen und Bürger helfen ihrer Stadt beim Sparen

Pressemitteilung der Stadt Solingen, 4.3.2010

(pa) Heute um 18 Uhr geht der Solinger Bürgerhaushalt im
Internet online. Unter der Adresse „www.solingen-spart.de“ ist
vom 4. bis zum 25. März eine Internet-Plattform geschaltet, auf
der 78 Sparvorschläge des Solinger
Haushaltssicherungskonzeptes diskutiert und bewertet werden
können.

„Bürgerhaushalte“, auch elektronische gab es zwar schon in
anderen deutschen Städten – Solingen geht trotzdem neue
Wege. Neu ist: Solingens Bürger sind aufgerufen, ihrer Stadt
beim Sparen zu helfen und nicht, Vorschläge für neue Ausgaben
und Leistungen zu machen. Denn die „Klingenstadt“ muss bis
2013 ihr Defizit um 45 Millionen Euro reduzieren. Sonst droht ihr
womöglich die Entsendung eines „Staatskommissars“ durch die
Bezirksregierung.

Solingen beschreitet erstmalig der Weg einer Bürgerbeteiligung
via Internet. Verwaltung und Politik erhoffen sich Hilfestellung
bei der politischen Willensbildung. Während der Onlinephase
vom 4. bis zum 25. März können Teilnehmerinnen und
Teilnehmer Sparvorschläge der Verwaltung bewerten,
kommentieren und deutlich machen, an welcher Stelle zuerst
gespart werden sollte. Sie können so Prioritäten setzen und dem
Rat den Bürgerwillen signalisieren. Auch zusätzliche Anregungen
sind willkommen und gehen in die weitere Beratung. Das letzte
Wort hat der Stadtrat. Er entscheidet am 8. Juli über den
Nachtragshaushalt für 2010; im Zentrum des Nachtrags steht
das Sparpaket..

Zum Onlinegang von solingen-spart.de luden Oberbürgermeister
Feith und Kämmerer Weeke interessierte Bürgerinnen und
Bürger in den Konzertsaal der Stadt ein (heute 18 Uhr). Oliver
Märker von der Berliner Beratungsfirma zebralog führt in das
System ein. Oberbürgermeister, Kämmerer und Berater stellen
sich ersten Fragen der Bürgerschaft. Außerdem stehen im Foyer
einige Laptops, an denen Interessierte das System ausprobieren
konnen.

Auch wer nicht über einen eigenen Internetzugang und nicht
über PC-Kenntnisse verfügt, kann mitmachen. Hilfestellung gibt
es an folgenden Stellen zu den angegebenen Zeiten:

Solingen-Mitte:

Internetcafé der VHS
Eiland 16

Die zwölf PC-Arbeitsplätze des Internetcafes der Bergischen VHS, stehen zu den folgenden Öffnungszeiten zur Verfügung:
Di. bis Fr. von 9 bis 21 Uhr
Sa. von 10 bis 21 Uhr
So. von 13 bis 20 Uhr

Haus der Jugend, Dorper Straße 10 bis 16
Mo. bis Fr. 11 bis 18 Uhr
Do. 11 bis 20:30 Uhr
Fr. 11 bis 22 Uhr

Gräfrath:

Jugendzentrum Fritz Gräbe
Schulstraße 2
Di bis Fr, 14 bis 17:30 Uhr

Aufderhöhe:

Kinder‑ und Jugendtreff Aufderhöhe
Friedenstraße 132a
42699 Solingen
Mittwoch 15 – 18 Uhr
Donnerstag 13 – 16 Uhr
Freitag 15 – 18 Uhr

Wer mit Computer und Internet allein zurechtkommt und über
einen Bibliotheksausweis verfügt, kann auch einen der neun
Internet-PCs der Stadtbibliothek (Mummstraße) nutzen.

Öffnungszeiten:
Mo. 16 – 20 Uhr
Di. – Fr. 10 – 20 Uhr
Sa 10. – 16 Uhr

Informationen zu Bürgerhaushalten:
http://www.buergerhaushalt.org

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Finanzkrise: Essen und Solingen führen Bürgerhaushalt ein

In den Städten Solingen und Essen steht die Einführung des Bürgerhaushaltes bevor. In beiden Städten werden die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, im Internet Sparvorschläge der Verwaltung zu bewerten und zu kommentieren und auch eigene Sparvorschläge zu machen.

Beiden Kommunen steht finanziell gesehen das Wasser bis zum Hals: Um die drohende Überschuldung zu vermeiden, müssen jährlich große Millionenbeträge eingespart werden. Der Bürgerhaushalt wird in Solingen und Essen im Lichte der (kommunalen) Finanzkrise daher als ein Instrument verstanden, um die Bürgerinnen und Bürger beim Sparen als Ratgeber und Pritoritätensetzer einzubeziehen. Man will die Scheere nicht ohne das Feedback der Bürgerinnen und Bürger ansetzen.

Sobald die Verfahren gestartet sind, werden wir hier berichten. Folgende Beiträge, in denen (auch) über Solingen und Essen berichtet wird, sind uns unter anderem bekannt:

–> Solinger Tageblatt: „Internet-Sparliste: Im Netz die Krallen…“ >>>
–> Solinger Tageblatt: „Kommentar: Widerstände ausloten“ >>>
–> taz.de: „Kaputtsanierung – so gehts“ >>>
–> RP-online: „Bürger sparen mit“ >>>
–> Rheinischer Merkur: „Bürgerhaushalt: Mit Löchern leben“ >>>
–> Der Westen: „Parteien setzen bei Spardebatte auf …“ >>>

Wir haben in unserer Karte Solingen und Essen aufgenommen und den Status „E“ vergeben (“E“ = Einführung: Der Bürgerhaushalt wird zum 1. oder 2. mal durchgeführt. Die Öffentlichkeit wird nicht nur über den Haushalt Informiert (z.B. durch eine Broschüre), sondern auch konsultiert: Sie hat die Möglichkeit, Verwaltungsvorschläge zu bewerten und/oder eigene Vorschläge einzubringen, zu diskutieren und zu bewerten. Darüber hinaus ist eine Rückmeldung darüber vorgesehen (Rechenschaft), ob und wie die Bürgervorschläge berücksichtigt wurden).

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Solingen (PLZ 42651)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Solingen

Postleitzahl: 42651

Status: Einführung


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Solingen: Bürger sparen mit

Wie die RP-Online berichtet, wird in Solingen (160.000 EW) Anfang März 2010 der Startschuss für den ersten Bürgerhaushalt fallen. Demnach werden die Solinger Bürgerinnen und Bürger vor allem dazu aufgerufen, Sparvorschläge der Verwaltung zu bewerten:

45 Millionen Euro muss die Stadt Solingen einsparen, damit sie nicht im Jahr 2013 pleite ist und von einem Sparkommissar regiert wird. Und damit die Einwohner mitbestimmen können, wo die finanzielle Daumenschraube fester oder lockerer angesetzt werden soll, wird es demnächst einen Bürgerhaushalt geben. „Auf einer Internetplattform können die Bürger Sparvorschläge bewerten, kommentieren und auch eigene Vorschläge machen“, erklärte Thomas Koch, Koordinator beim Stadtkämmerer, gestern im Seniorenbeirat und zuvor bereits im Behindertenbeirat.

Der Auftrag an die Bürgerinnen und Bürger ist also, sich am Sparen zu beteiligen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, wird das Angebot daher auch kritisch gesehen. So heißt es im Bericht von Susanne GENATH vom 28. Januar auch:

Die Mitglieder des Seniorenbeirates begrüßten den ersten Solinger Bürgerhaushalt, bedauerten aber, dass die Bürger keine freien Gestaltungsmöglichkeiten hätten, sondern nur über Sparmaßnahmen entscheiden dürften. „So können wir nur zwischen Pest und Cholera wählen“, sagte Julia Freiwald (Grüne) und erntete dafür Zustimmung in der Runde. Nichtsdestotrotz regte Vorsitzender Herbert Gerbig (SPD) an, dass sich möglichst viele an der Umfrage beteiligten.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel >>>

Wir haben in unserer Karte für Solingen den Status von „B“ auf „E“ geändert (E = Einführung: Der Bürgerhaushalt wird zum 1. oder 2. mal durchgeführt. Die Öffentlichkeit wird nicht nur über den Haushalt Informiert (z.B. durch eine Broschüre), sondern auch konsultiert: Sie hat die Möglichkeit, Verwaltungsvorschläge zu bewerten und/oder eigene Vorschläge einzubringen, zu diskutieren und zu bewerten. Darüber hinaus ist eine Rückmeldung darüber vorgesehen (Rechenschaft), ob und wie die Bürgervorschläge berücksichtigt wurden).

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Solingen will Bürger beim Sparen einbeziehen

Laut eines Berichtes der Online-Ausgabe des Solinger-Tageblatt wird es in Solingen demnächst die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger geben, Ihrer Stadt beim Sparen zu helfen. Solingen steht unter Zugzwang: es müssen viele Millionen gespart werden: statt 15 Millionen 45 Millionen jährlich. Stadtkämmerer Ralf Weeke will daher die Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Dazu wird Weeke vom Tageblatt gefragt:

Ist der von Ihnen und Oberbürgermeister Feith vorgeschlagene „Bürgerhaushalt“ nicht eine Kapitulationserklärung? Nach dem Motto: „Soll doch der Bürger selbst entscheiden, wie seine Stadt demontiert werden soll – wir halten uns da raus?“

Dazu wird Weeke im Artikel zitiert:

Weeke: Ganz im Gegenteil. Klar ist, dass die einzelnen Maßnahmen weh tun werden und politischen Streit auslösen. Da kann es ja Rat und Verwaltung sehr helfen, zu wissen, wie Menschen in der Stadt glauben, was ihnen lebenswichtig ist und was vielleicht nicht. Diese Bürgermeinung fließt dann in die Diskussion ein, aber entscheiden muss am Ende die Politik.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel: Interview mit Stadtkämmerer Weeke „Höhere Steuern letztes Mittel“, 30,10.2009, Solinger-Tageblatt >>>
Siehe auch Artikel „Stadt will Bürgernähe“ von Susanne GENATH, 18.11.200, RP-Online >>>

Wir haben bei der Stadt Solingen in unserer Karte den Status von „D“ auf „B“ umgestellt (B = Beschluss: Die Einführung eines Bürgerhaltes wurde durch den Rat (im besten Fall: einstimmig) beschlossen. Ein Ratsbeschluss liegt vor.

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Solingen: OB-Kandidatin Zsack-Möllmann will Bürgerhaushalt

Laut eines Beitrags der Online-Ausgabe des Solinger Tageblatt möchte (auch) die Grüne OB-Kanditatin Zsack-Möllmann einen Bürgerhaushalt einführen:

Artikel im Solinger Tageblatt vom 12.8.2009 >>>
Weitere Meldungen zu Solingen auf Buergerhaushalt.de >>>

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