Westerstede

 

Westerstede: Angst vor dem Bürger?

In dem Beitrag der NWZ Online „Mehrheit sieht genug Transparenz“ heißt es:

Im Haushaltsausschuss haben CDU und FDP den von der SPD angestrebten Bürgerhaushalt abgelehnt. Jedes Ratsmitglied habe von den Wählern ein Mandat erhalten, deren Interessen zu vertreten. Daher gäbe es keinen Anlass, sie bei Einzelentscheidungen nochmals zu beteiligen. Größtmögliche Transparenz werde auch durch die gute Arbeit sehr vieler Vereine hergestellt.

Auch wenn wir nicht wirklich wissen, was die Politikerinnen und Politiker ins Feld geführt haben, um die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr* als bisher an der kommunalen Haushaltsplanung zu beteiligen, so spiegelt diese Meldung der NWZ gut wider, wieviel Angst mancherorts vor dem Instrument Bürgerhaushalt in den Reihen der Politik (noch) herrscht. Oft ist es Angst vor Machtverlust. Dabei bieten Bürgerhaushalte ja gerade die Chance, über einen transparenten, geregelten und strukturierten Kommunikationsprozess, die Bürgerinnen und Bürger, und eben nicht nur die, die in Vereinen oder Initiativen gut organisiert sind, als Ideen‑ und Hinweisgeber, als Feedbackgeber und Prioritätensetzer einzubinden. Die Entscheidungen werden weiterhin durch den Rat gefällt und transparent gemacht. Bürgerhaushalte sind daher weder ein Sturm auf das Rathaus noch ein Kniefall vor dem Bürger oder ein Offenbarungseid, sondern vielmehr Ausdruck eines ausgeprägten Selbstbewusstseins aufseiten der Politik beziehungsweise der Institution Rat.

Zur Meldung der NWZ-Online >>>

*Wenn wir den deutschlandweiten Standard für Nicht-Bürgerhaushaltkommunen ansetzen, kann „bisher“ getrost mit „nicht erkennbar“ übersetzt werden.

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Westerstede diskutiert über Bürgerhaushalt

In der Kreisstadt Westerstede (22100 Einwohner) im Nordwesten Niedersachsens wird über einen Bürgerhaushalt diskutiert. Die Nordwest Zeitung berichtete in den letzten Wochen bereits zweimal darüber, dass in der Politik der Kommune ein Bürgerhaushalt eingefordert wird.

Im Dezember 2008 zitiert die NWZ den Fraktionssprecher der SPD wie folgt:

SPD-Fraktionssprecher Uwe Kroon bezeichnete die finanzielle Lage der Stadt als gut. Bedenklich sei jedoch, mit welchem Tempo die Verschuldung zunehme. Allein in den vergangenen drei Jahren, rechnete Kroon vor, sei ein Anstieg um 74 % zu verzeichnen. Erneut forderte Kroon einen Bürgerhaushalt und damit mehr Transparenz.
CDU-Finanzexpertin Claudia Beeken kann einem Bürgerhaushalt ebenfalls etwas abgewinnen.

Aktuell berichtet die NWZ wiederholt über die Forderung der SPD einen Bürgerhaushalt für Westerstede einzuführen:

Klarheit fordert die SPD bei den kommunalen Finanzen. Die Haushaltswirtschaft der Stadt müsse unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten durchleuchtet werden. Nur so lasse sich erkennen, ob die Verschuldung konjunkturell oder strukturell bedingt sei. „Die Umstellung des Haushalts von der Kameralistik auf die Doppik wäre eine große Chance gewesen, eine umfassende Reform des Haushalts in Angriff zu nehmen, an deren Ende ein transparenter, outputorientierter Bürgerhaushalt hätte stehen können“, übte die Vorsitzende Kritik. Diese Chance sei nach Auffassung der SPD jedoch noch nicht endgültig vertan.

Westerstede erhält in der Karte der Bürgerhaushaltkommunen in Deutschland den Status „D“.
„D“ = Diskussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.

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Westerstede (PLZ 26655)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Westerstede

Postleitzahl: 26655

Status: Diskussion


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