Wuppertal

 

Finanzkrise: Essen und Solingen führen Bürgerhaushalt ein

In den Städten Solingen und Essen steht die Einführung des Bürgerhaushaltes bevor. In beiden Städten werden die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, im Internet Sparvorschläge der Verwaltung zu bewerten und zu kommentieren und auch eigene Sparvorschläge zu machen.

Beiden Kommunen steht finanziell gesehen das Wasser bis zum Hals: Um die drohende Überschuldung zu vermeiden, müssen jährlich große Millionenbeträge eingespart werden. Der Bürgerhaushalt wird in Solingen und Essen im Lichte der (kommunalen) Finanzkrise daher als ein Instrument verstanden, um die Bürgerinnen und Bürger beim Sparen als Ratgeber und Pritoritätensetzer einzubeziehen. Man will die Scheere nicht ohne das Feedback der Bürgerinnen und Bürger ansetzen.

Sobald die Verfahren gestartet sind, werden wir hier berichten. Folgende Beiträge, in denen (auch) über Solingen und Essen berichtet wird, sind uns unter anderem bekannt:

–> Solinger Tageblatt: „Internet-Sparliste: Im Netz die Krallen…“ >>>
–> Solinger Tageblatt: „Kommentar: Widerstände ausloten“ >>>
–> taz.de: „Kaputtsanierung – so gehts“ >>>
–> RP-online: „Bürger sparen mit“ >>>
–> Rheinischer Merkur: „Bürgerhaushalt: Mit Löchern leben“ >>>
–> Der Westen: „Parteien setzen bei Spardebatte auf …“ >>>

Wir haben in unserer Karte Solingen und Essen aufgenommen und den Status „E“ vergeben (“E“ = Einführung: Der Bürgerhaushalt wird zum 1. oder 2. mal durchgeführt. Die Öffentlichkeit wird nicht nur über den Haushalt Informiert (z.B. durch eine Broschüre), sondern auch konsultiert: Sie hat die Möglichkeit, Verwaltungsvorschläge zu bewerten und/oder eigene Vorschläge einzubringen, zu diskutieren und zu bewerten. Darüber hinaus ist eine Rückmeldung darüber vorgesehen (Rechenschaft), ob und wie die Bürgervorschläge berücksichtigt wurden).

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Wuppertaler Kompetenznetzwerk Bürgerhaushalt: „Nicht der Staat oder der Markt, sondern die Menschen vor Ort finden oft die besten Lösungen“

Die Westdeutsche Zeitung berichtet aktuell über eine Veranstaltung der Ideenwerkstatt Wuppertal am 30.11.2009 zur Gründung des neuen Kompetenznetzwerks Bürgerhaushalt:

Bis zum Hals, wenn nicht höher – der Wasserstandsbericht für den Wuppertaler Haushalt klingt bedrohlich, aber nicht neu. Neu hingegen ist, dass Wuppertaler Bürger die Lage ernst genug nehmen, um über Eigeninitiativen nachzudenken. Nachdem Mitte November ein „Kompetenznetz Bürgerhaushalt“ gegründet worden war, ging der Interessentenkreis jetzt in der Färberei in eine zweite Runde.

Zur Website des Kompetenznetzwerkes Bürgerhaushalt Wuppertal >>>

Wie die Ideenwerkstatt Wuppertal informiert, möchte das Kompetenznetzwerk Bürgerhaushalt sich für eine aktive Teilnahme der Bürger an den Haushaltsdiskussionen einsetzen.

Am 30.11. stellte sich die Initiative mit einer Veranstaltung an der ca. 150 Bürger teilnahmen, den Bürgern Wuppertals vor. Hintergrund: Am 16.11. wurde das Kompetenznetz Bürgerhaushalt gegründet. Die Initiatoren haben sich vorgenommen, die Wuppertaler zukünftig aktiver an den Haushaltsdiskussionen und –entscheidungen teilhaben zu lassen.

Vorbilder für einen Bürgerhaushalt gibt es seit 20 Jahren national und international. Das Kompetenznetz Bürgerhaushalt wird gemeinsam mit interessierten Bürgern, Organisationen, der Verwaltung und den Parteien produktive und innovative Beteiligungsverfahren entwickeln, die den demokratischen Prozess stärken und der Zivilgesellschaft neue Handlungsspielräume eröffnen.

Zum Artikel der Westdeutschen Zeitung >>>

Zum Programm der Veranstaltung auf Bewegung.taz.de >>>

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Immernoch: Grüne fordern Bürgerhaushalt für Wuppertal

Bereits im Sommer 2008 berichteten wir von der Forderung der Grünen einen Bürgerhaushalt für Wuppertal einzuführen: Wuppertal: GRÜNE fordern Bürgerhaushalt >>>

Nun wird die Forderung der Grünen mit Verweis auf den erfolgreichen Kölner Bürgerhaushalt erneut laut. In einer aktuellen Pressemeldung des Talmagazins wird Lorenz Bahr, stadtentwicklungspolitischer Sprecher und OB-Kandidat der Grünen, wie folgt zitiert:

„Der Bürgerhaushalt ist auch in Zeiten finanzieller Engpässe ein Weg, Bürgerinnen und Bürger konkret mitentscheiden zu lassen, sowohl beim Geld ausgeben als auch beim Geld sparen. Die große öffentliche Beteiligung am Kölner-Bürgerhaushalt hat gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt gestalten wollen. Dass am Ende nicht nur kostspielige Wunschlisten heraus kommen, hat die Stadt Köln gezeigt.

Leider verweigern SPD und CDU in Wuppertal bisher die Zustimmung für ein derartiges Projekt. Akzeptanz für politische Entscheidungen braucht heute aber eine andere, auf bereitere Beine gestellte Legitimation. Deshalb fordern wir gerade in dieser Zeit der desaströsen Finanzsituation der Stadt Wuppertal ein Projekt Bürgerhaushalt für die Stadt Wuppertal.“

Zur Meldung des Talmagazins >>>

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Wuppertal: GRÜNE fordern Bürgerhaushalt

In Wuppertal hat die Gemeindeprüfanstalt (GPA) im Zuge ihrer Prüfung des kommunalen Haushaltes Sparvorschläge vorgelegt, Sparvorschläge, die offensichtlich auch in der Bevölkerung verfolgt und diskutiert werden. Im Zuge der Diskussion der Sparvorschläge fordern die GRÜNEN erneut, in Wuppertal einen Bürgerhaushalt einzuführen, um die Bevölkerung stärker an der kommunalen Haushaltsplanung bzw. dem Sparkurs der Stadt zu beteiligen. Im Bericht des „Stadtnetz Wuppertal“ wird Peter Vorsteher, der Fraktionssprecher der GRÜNEN zitiert:

„Seit Jahren wird die Politikverdrossenheit der Bürgerinnen und Bürger beklagt. Angesichts der vielen Diskussionsbeiträge um die Einsparvorschläge der GPA für Wuppertal sollten wir froh sein, dass den WuppertalerInnen das Schicksal ihrer Stadt am Herzen liegt. Als Konsequenz sollten CDU und SPD ihre Ablehnung des Bürgerhaushaltes überdenken. Denn der wäre ein gute Möglichkeit, das Interesse der BürgerInnen auch dauerhaft aufrecht zu erhalten. In Köln sind unter Rot-Grün wurden bereits sehr gute Erfahrungen mit einem Bürgerhaushalt gemacht.“

Der Antrag der GRÜNEN vom 16.08.2007 „Bürgerhaushalt für Wuppertal [PDF] >>> “ wurde mehrheitlich abgelehnt [PDF] >>>. Die Gründe sind uns leider nicht bekannt.

Vor dem Hintergrund der Diskussionen in Wuppertal, haben wir Wuppertal in die Karte aufgenommen und den Status „D“ verliehen (Ⅾ = „Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.“)

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Wuppertal (PLZ 42001)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Wuppertal

Postleitzahl: 42001

Status: Diskussion


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